rad[irr]wege

Der Weg ist auch das Ziel
LKW parkt auf Radspur

Ist eine funktionierende Lieferzone keine Voraussetzung zum Betrieb eines Einkaufscenters?

Das Helio-Center am Hauptbahnhof war während der langen Umbauphase hier schon mehrfach ein Quell der Freude. Nach Abschluss der Umbauarbeiten sind an sich eine Reihe sinnvoller Anpassungen vorgenommen worden: An der Nordseite stehen wieder genug (naja, „genug“) Radabstellmöglichkeiten zur Verfügung, die Markierung zur Trennung von Rad- und Fußweg wurde entfernt, da der Weg hier bidirektional freigegeben werden muss (Erreichbarkeit des Radparkhauses; noch keine Ideallösung, aber solange kein zusätzlicher Raum durch Wegfall der Tramgleise verfügbar ist, eine nötige Maßnahme), und vor allem: in der Viktoriastraße wurde der Radweg auf die Fahrbahn verlegt, was den Platz wesentlich sinnvoller zwischen PKW-, Rad- und Fußverkehr verteilt. Wäre da nicht – der Lieferverkehr.

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Ist halt so. Ist das so?

Die Kreuzung Augsburger/Perzheimstr. dürfte eine der am meisten von Radfahrenden benutzten sein. Bei einem Fahrradfrühstück auf der Luitpoldbrücke brauchten wir kaum 30 Minuten, um all unseren Proviant an die Frau und den Mann zu bringen. Gleichzeitig ist auch das PKW-Verkehrsaufkommen hoch, man sollte daher meinen, dass die Kreuzung zumindest auf dem Schirm der Verkehrsplaner und der Anspruch an die Infrastruktur hoch ist.

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Jedes blöde Eck kann man durch Parken noch blöder machen

Es ist kein Ruhmesblatt an Kreuzungspunkt: Am Sheridan-Tower treffen sich Panzerstraße, Nestackerweg und B17-Auffahrt in einem Linksknick – und daran Anschluss findet die Gewerbezufahrt zum Sheridanpark. Auf engstem Raum treffen hier ziemlich viele mögliche Fahrtrichtungen zusammen, gekrönt von einer abknickenden Vorfahrt, wo bekanntlich ähnlich enthusiastisch geblinkt wird wie in Kreisverkehren. Wer wo hinfährt ist damit meist erst ersichtlich, wenn es passiert ist. Dummerweise mündet genau in diesen Kreuzungsbereich auch noch ein Radweg.

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Radentscheid Augsburg angekündigt – und schon beginnt das Hauen und Stechen

Es sind bewegende Tage und Wochen. Erst wurde bekannt, dass sich „seit Anfang Dezember Fahrrad-Aktivisten verschiedener Gruppierungen (ADFC, Forum Augsburg lebenswert und der Friday-for-Future-Bewegung) [treffen], um kurz vor der Kommunalwahl einen “Radentscheid” auf die Bahn zu bringen“, was alleine für sich genommen schon zu reflexhaftem Austreten mancher Politiker im Wahlkampfmodus führte, dann wurden die noch in juristischer Überprüfung befindlichen Eckpunkte kommuniziert, die zum Teil weder überraschen noch zu wirklichem Widerspruch führen sollten, zum Teil mit der Forderung nach einem Abbau innerstädtischer PKW-Parkplätze zur Schaffung des nötigen Platzes aber auch vorhersehbaren Zündstoff lieferten. Mit wenigen Tagen Versatz gibt es nun eine Stellungnahme der vermutlich nächsten Oberbürgermeistern Eva Weber dazu.

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Gehwegparken?

Eva Weber, OB-Kandidatin der CSU — und wie das in Bayern eben so ist, damit wohl designierte nächste Oberbürgermeisterin Augsburgs — spricht sich also für das Gehwegparken aus. Das ist an sich ein alter Hut. Natürlich gibt es schon diverse Ort, an denen Gehwegparken erlaubt ist, außerdem ist die Ausweitung auf weitere Straßen, in denen Bedarf gesehen wird, schon seit mindestens über zwei Jahren Thema. Wenn es nun eine Oberbürgermeisterkandidatin im Wahlkampf in ihren 30-Punkten-Plan aufnimmt — nicht nur das, sie erwähnt es als ersten (!) Punkt —, ist das dennoch ein gewaltiger Wink mit dem Zaunpfahl (oder ein recht plumper Streichposten in eventuellen Koalitionsverhandlungen).

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Vielsagende Themenwahl?

Die Abschlussveranstaltung zum Stadtradeln ist eine gemeinhin spannungsarme Veranstaltung. Es ist eine freundliche Geste Richtung Radfahrende, die der Stadt mit ihrem Einsatz eine recht einfache (wenngleich kleine) Marketingbotschaft ermöglichen. Ich meine das nicht zynisch oder undankbar. Es ist eben Gepflogenheit, die Stadt könnte sich das Stadtradeln-Brimborium auch sparen, was sie glücklicherweise nicht tut, aber sie zieht natürlich auch ihren Nutzen daraus. Es ist eine schöne, größtenteils harmlose Symbiose.

In früheren Jahren konnte man vom Baureferenten oder Fahrradbeauftragten der Stadt noch ein paar konkrete abgeschlossene oder geplante Fahrradmaßnahmen erfahren. Bei den letzten Ausgaben fiel das jedoch komplett weg. Was bleibt, sind neben der Verleihung der immer gleichen Preise der immer gleichen Sponsoren die (imho) immer etwas fehl am Platze wirkende Kritikrede des ADFC (inhaltlich tadellos, aber es ist halt ein happy-happy-feelgood-Abend) und die Wortbeiträge der jeweils anwesenden Politikervertretung. Und letzteres war das Interessante dieses Jahr.

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Video-Link: https://youtu.be/L7Z0ipbpXCA

Localbahn versus Radverbindung

Augsburg hat dieses Jahr eine Fahrradstraße eröffnet. Da es im gesamten Stadtgebiet gerade einmal drei davon gibt, ist das durchaus erwähnenswert. Umso mehr, da diese Fahrradstraße durch Pfersee tatsächlich so etwas wie eine Route ergibt und nicht so isoliert herumliegt wie die andere große Fahrradstraße. Geschaffen wird eine Verbindung vom Sheridan-Park bis zum Gollwitzer Steg – jenseits dieser Wertach-Querung wird demnächst der Radweg an den Schrebergärten vorbei auf 4 Meter Breite ausgebaut, womit nicht viel Phantasie dazugehört, darin den Versuch eines Lückenschlusses bis zum neuen West-Eingang des Augsburger Hauptbahnhofes zu sehen. Damit ergäbe sich perspektivisch (fertig ist die Verbindung noch lange nicht) eine recht attraktive Verbindung für Pferseer Bahnhofspendler.

Ebenfalls dieses Jahr hat die Stadt Augsburg ein Förderprogramm für Lastenräder aufgelegt: 100.000 Euro, aufgeteilt in zwei Töpfe. Der erste stand für Individual-Käufe zur Verfügung, der andere für „Nutzergemeinschaften“. Ersterer war schon am ersten Tag ausgeschöpft, letzterer nach ein paar Wochen. Man mag an Details mäkeln oder zweifeln, aber die gesamte Aktion, auch und gerade mit der Art, wie sie werbetechnisch begleitet wurde, stellte aus meiner Sicht einen riesigen Schritt nach vorne dar, was das Auftreten der Stadt in Sachen Radverkehrsförderung angeht.

Und dann, tja. Und dann. Dann kam diese Umlaufsperre am Gollwitzer Steg. Die mag inhaltlich nichts mit der Fahrradstraße oder generell dem Radverkehrskonzept der Stadt zu tun haben. Nur ist das dem gemeinen Radfahrenden ziemlich egal, denn die Konsequenzen betreffen sie und ihn unabhängig vom Motiv oder dem Verantwortlichen.

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Verschneiter Weg durch den Stadtwald

It’s beautiful.

Ja, es ist auch anstrengend(er), es ist stellenweise auch rutschig und in entsprechendem Maße gefährlicher, und ja, es dauert länger ans Ziel zu kommen.

Aber es ist halt in erster Linie schön. Den ganzen Stress und Zeitdruck drumherum, den lassen wir uns (Ausnahmen bestätigen die Regel) von außen aufdrücken. Wenn man das loslassen kann, ist es schön. Einen Gruß und gute Fahrt an alle, die das heute geschafft haben.

Hallelujah!

Die Donauwörther Straße war lange das übelste Beispiel völlig absurder Platzverteilung zwischen Rad- und PKW-Verkehr. Als nach dem Umbau mit Straßenbahn in der Mitte eine Retfahrbahn übrig blieb, die für zwei PKW-Spuren zu schmal, für eine aber überbreit war, wurde dem Radstreifen dennoch nur ein altertümliches Mindestmaß zugestanden – und das auch nur, wenn man Ablaufrinne und Markierung hinzurechnet, ungeachtet der Tatsache, dass man teils an Parkbuchten vorbei muss. Dieser Zustand ist nun endlich Geschichte.

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Arbeitsteilung aus der Hölle

Auf Fuß- und Radwegen ist das oft zu beobachten: erst wird das Laub von den Rändern in die Mitte gekehrt und von dort dann aufgesaugt. Irgendwann. Nicht dass da gleich Tage und Wochen dazwischen liegen. Aber ganz offenbar auch mehr als nur ein paar Minuten, sonst würde man diese Arbeitsteilung nicht so oft bemerken können. Und an nebelnassen Tagen wie heute sind diese Laubsammlungen noch unangenehmer als sonst. Wenn das schon nicht in einem Aufwasch zu machen ist, ist die Zeit zwischen den beiden Arbeitsschritten dann wenigstens so kurz wie irgend möglich zu halten. Sehr wahrscheinlich ist das auch das Ziel der Stadtreinigung, aber ich sehe da noch Luft nach oben.

Kompetenzkompetenz

Hätte es doch nur irgendeinen klitzekleinen Hinweis gegeben, wo genau die Randsteinabsenkung für die Aufleitung vom Radfahrstreifen hätte hingehören können sollen. Es wird ein ungelöstes Rätsel bleiben.

Richtig abbiegen im Sheridanpark

Sheridan- (und Reese-)Park als zentrale Bestandteile einer Nord-Süd-Achse habe ich dann und wann schon erwähnt. Der Westfriedhof liegt der Achse ein wenig im Weg, eine Umfahrung ist aber nicht weiter kompliziert. Eine passende Beschilderung sucht man aber umsonst. Und auch den passenden Abzweig zur (bald gleich kommenden) Fahrradstraße durch Pfersee muss man bislang erahnen, beschildert ist er (noch) nicht.

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Mysterium „Anderer Radweg“

Entlang der Gögginger Straße wurde schon Ende letzten Jahres/Anfang diesen Jahres ein Stück des Fuß-/Radwegs aus alten Waschbetonplatten saniert und mit einer einheitlichen Asphaltdecke versehen. War der Weg auch nach der Sanierung noch einige Zeit als Fuß-/Radweg beschildert, findet sich nun ein „Fahrrad frei“-Fußweg-Schild. Gleichzeitig ist aber auch eine Trennlinie mit extra Rad- und Fußgänger-Piktogrammen markiert – wie geht das denn bitte zusammen? 

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Mindestbreiten versus Poller

Für Radwege gibt es Mindestbreiten und die Radlobby streitet nicht von ungefähr dafür, von diesen Mindestbreiten (deutlich) abzurücken eingedenk steigender Radverkehrsanteile und zunehmender Anzahl schneller(er) E-Bikes oder breiterer Radtypen. Und wenn im Bestand schon mal ein ausreichend breiter Weg vorhanden ist – stehen vielleicht Poller im Weg.

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Zahlen lügen nicht. Außer, wenn doch.

Die AZ berichtet über eine „stichprobenartige Zählaktion an zwei Augsburger Kreuzungen“ des ACE im Rahmen dessen „Fahr mit Herz“-Jahresaktion und überschreibt das Ganze mit „Autofahrer und Radler im Verkehr: Rücksichtnahme? Fehlanzeige“. Da könnte man schon einwerfen, dass das eine gewagte pauschale Schlussfolgerung sein könnte angesichts der geringen Fallzahl der Zählaktion, aber das Thema ist ja prinzipiell interessant, also schauen wir doch mal, was bei dieser Zählaktion so zusammengetragen wurde.

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Die neue Ackermannbrücke

Anfang Juli feierte die Stadt bereits die „Verkehrsfreigabe“ des Ackermannbrückenneubaus, jetzt sind auch endlich die Fuß-/Radwege drumherum fertig – und die wären mal wirklich einen kleinen Festakt wert. Denn diese Wege sind ein wirklicher Mehrwert des Neubaus: endlich gibt es jetzt Auf- und Abfahrten vom/zum Wertachweg.

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Dream a little dream with me

Wenn hierzulande ein Radweg eine Straße kreuzt, dann sieht das gerne so aus: In der Mitte eine „Überquerungshilfe“ (die mit Gespann oder langem Rad gerne eine Falle ist, da zu schmal) und eine ganze Reihe von zu überquerenden und je nach Tagesform des Straßenbaus mehr oder minder abgeflachte Randsteine. Nicht nur, dass ganz selbstverständlich die Straße Vorfahrt genießt, die gesamte Gestaltung ruft laut und deutlich: der Radweg ist nachrangig.

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Deutschenbaurdrama zu Ende gebracht

Haben sie es doch tatsächlich geschafft: die Schutzstreifen in der Deutschenbaurstraße endgültig markieren.

Einerseits freue ich mich, dass dieses Drama nun endlich ein Ende gefunden hat, dass die Stadt ihren Plan trotz einigermaßen erheblichen Gegenwinds letztlich ohne Zugeständnisse durchgezogen hat und der von parkenden Autos befreite Straßenzug ohne Frage sehr übersichtlich zu befahren ist – man kann und muss schon sagen, dass an dieser Stelle die Bedürfnisse des Radverkehrs an erste Stelle gesetzt wurden.

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Absurditäten auf dem Weg zur Arbeit

Dass die Stadt Augsburg die Ackermannbrücke als „für den Verkehr freigegeben“ gefeiert hat, ist nun auch schon wieder 10 Tage her. Leider gilt das nur, solange man tatsächlich über die Brücke fährt. All der Verkehr, der unten durch möchte, oder von unten auf die Brücke auffahren möchte … tja, das zieht sich noch ein wenig.

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Habe ich gerade Augsburgs Flüsse erwähnt?

Ok, ich habe leicht reden, denn die Wertach liegt mir nicht im Weg, sondern sie liegt am Weg. Oder suche ich nur den Weg so aus, dass er daran entlang führt? Gut möglich. Meine Zeit, meine Wahl, mein Weg.

Vier lose Gedanken zur Fahrradstadt

Am Montag machte das KLAK Radlkino im Rahmen der Radlwoche in Augsburg halt und vor der Filmvorführung äußerten sich fünf Experten (oder eher: 4 Experten und ich) zum Stand der Dinge in Sachen Fahrradstadt, die ihr 2020-Anhängsel mittlerweile offiziell abgelegt hat. „Wo ist die Luft raus? Wir flicken das und pumpen auf“ ließ das Feld offen, wodurch sich fünf Menschen mit größtenteils gleichartiger Meinung ohne große Wiederholungen zu vier Stichpunkten äußern konnten. Hat Spaß gemacht, aber weil mir das geschriebene Wort eben doch näher liegt, will ich im Folgenden meine Punkte nochmals darlegen.

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