Fail by design.

Kann noch wer was von der Halderstraße hören? Sollte es eines weiteren Indizes bedurft haben, dass ein Hochboard-Radweg die dümmst-mögliche Lösung an dieser Straße ist, dann sei es hiermit geliefert. Ausdrücklich sei dem Fahrer des BMW hier kein Vorwurf gemacht. Als er sah, dass ich auf dem Radweg entlang kam, fuhr er sogar noch ein kleines Stückchen vor, sodass er so stand, wie auf dem Foto zu sehen, und mir noch ein kleines bisschen Rest-Weg blieb.

Warum steht er da? Weil er vom Parkplatz ums Haus kommt und nun wieder zur Straße raus möchte. Um den Verkehr einzusehen, muss er quer über den Radweg stehen – da er sonst nicht um die legal parkenden Fahrzeuge auf dem Seitenstreifen sieht. Dieser Seitenstreifen bietet Platz für überwältigende drei (3!) Fahrzeuge.

Das hätte man sich alles sparen können. Entweder verzichtet man auf die Alibi-Stellplätze, die den Massen an Falschparkern in der Halderstraße nach zu urteilen sowieso nicht ausreichen. Ob drei oder gar kein Parkplatz ist dann auch schon egal. Ohne die Sicht verstellende Seitenstreifenparker könnte ein ausfahrender PKW jenseits des Radwegs warten – kein Konflikt. Ist man hingegen der Ansicht, dass Kurzzeitparkplätze absolut notwendig sind – alleine der rege Lieferverkehr spricht dafür, auch wenn meines Erachtens die Opferung öffentlichen Raumes hierfür ein Unding ist –, so hätte man den Raum des jetzigen Radwegs dafür nutzen und den Radverkehr stattdessen auf der Fahrbahn leiten können. Dann müsste ein ausfahrender PKW zwar immer noch um diese Parker „herumsehen“, aber er stünde keinem Radler mehr dabei im Weg.

Der Status Quo ist nun aber, dass der Radweg so oft nicht benutzbar ist, dass RadfahrerInnen doch auf die Straße ausweichen müssen – welche aber durch den unnützen Radweg viel weniger Platz als notwendig bietet. Ein Fail ist ein Fail ist ein Fail.