Neue Abstellplätze, ok, aber …

Wenn in der Stadt neue Radabstellplätze geschaffen werden, soll man nicht meckern. Wobei sich mir bei diesen Plätzen am Plärrer doch zwei Fragen aufdrängen:

1. Warum gerade hier? Wer soll hier sein Rad abstellen? Plärrer-Besucher? Ein fester Platz für ein nur zweimal jährlich stattfindendes Fest scheint etwas unwahrscheinlich, zudem wären es dann sehr wenig Stellplätze. Vielleicht für Eisstadion-Besucher? Das liegt aber 100 Meter weit auf der anderen Straßenseite, dafür hätte man die Anlage wohl anders platziert? Abgesehen davon wären es wohl auch eher etwas wenig Stellplätze. Sollen RadfahrerInnen hier vom Rad in die Tram umsteigen? Das klingt ob der kurzen Reststrecke ins Zentrum auch unwahrscheinlich. Sollen Autopendler hier ein Rad deponieren um vom Plärrer-Parkplatz aufs Rad umzusteigen? Dafür sind die Radständer zu banal, was mich zur schwerer wiegenden Frage 2 bringt:

2. Werden heute ernsthaft noch solche Radständer verbaut? Wenn man nicht gerade ein sehr langes Schloss sein Eigen nennt, bieten diese Ständer keine Möglichkeit, den Rahmen anzuketten. Da gäbe es reichlich Alternativen (vom ADFC empfohlene), die ähnlich/gleich vielen Rädern Platz und zugleich bessere Absperrmöglichkeiten bieten. Diesen spartanischen Ständern hingegen würde ich mein Rad höchstens für einen kurzen Einkauf direkt am Laden (den es hier nicht gibt) anvertrauen, nicht aber für einen stundenlangen Ausflug in die Stadt.

Jemand eine Idee/Ahnung/Info, wer diese Stellplätze für wen aufgebaut hat?

Update: Die Tram-Umsteige-Theorie wurde auf Facebook mit dem Argument untermauert, dass der Innenstadt nach dem Plärrer der Klinkerberg im Weg steht. Das ist zwar nicht wirklich ein Berg, könnte für den/die ein oder andere/n aber durchaus ein Hindernis darstellen. Ein Umstieg in die Tram würde mit den neuen Abstellplätzen natürlich leichter fallen. Auch wenn das Frage 2 weiterhin offen lässt.