Monat: Juli 2015

Fehler 1: Tempo 30 und ein benutzungspflichtiger Radweg. Wo ist die Gefahr?
Fehler 2: Die Parkstreifen sind zu eng. PKW stehen zwangsweise entweder in die Fahrbahn …
… oder aber in den Radweg hinein. Wie kann denn ein solcher Quark genehmigt, geschweige denn gebaut werden?

Fail by design.

Die Stadt Augsburg darf sich kurz entspannt zurücklehnen und beruhigt zur Kenntnis nehmen, dass der Nachbar Königsbrunn auch Dinge baut, die schwer erklärbar scheinen. Die Blumenallee zum Beispiel. In weiten Teilen gilt hier Tempo 30, was wohl einem Altenheim und einem Kindergarten geschuldet ist. Die Straße…
Eine Baustelle. Eine Sperre. Eine … *huch* beschilderte Umleitung!
Tatsächlich ist die gesamte Baustellenumfahrung ordentlich ausgeschildert. Geht doch!

Zeichen, Wunder und Umleitungen

Meine Radlererlebnisse mögen selektiv sein, aber eine ausgeschilderte Baustellenumfahrung für RadfahrerInnen ist mir bislang wirklich noch nicht untergekommen remplacer viagra. Klar, es sollte das normalste der Welt sein, einen Alternativweg aufgezeigt zu bekommen. Ich danke dennoch dafür.
Vielleicht markiert der Strich ja freundlicherweise den Mindestabstand zu den parkenden PKW?
1,07 Meter – ohne Markierung. Mit dieser wären es rund 1,30 Meter, was immer noch jämmerlich wenig ist.

4,52 zu 1,07

Die Aufgabe: Teile den Platz auf der Fahrbahn zwischen Autos und RadfahrerInnen auf. Abgesehen von Kreuzungsbereichen ist nur eine (1) Spur für PKW vorgesehen. Das Ergebnis: siehe Bild. Das Ganze stammt aus dem Jahr 2001, ist also verhältnismäßig neu. Auch im Jahr 2001 waren Fahrräder…
Auf diesem lieblichen Stück bidirektionaler Radverkehrsinfrastruktur geht es aus Gersthofen heraus linksseitig nach Augsburg hinein.
Ein Vorwegweiser legt nahe, man möge doch bitte die Straße überqueren um auf der richtigen Seite weiterzufahren.
Blick von der Überquerungshilfe aus (die man hier tatsächlich brauchen kann, da recht viel Verkehr herrscht): Hinter dem ausfahrenden weißen PKW liegt der Radweg.
Man quert die Straße und findet sich auf einer Rechtsabbiegerspur zum Parkplatz des Baumarkts wieder. Man muss jedoch "geradeaus" auf den Radweg. Konflikte mit ausfahrenden PKW ist programmiert.
Nach nur fünf Metern auf dem Rad-/Fußweg wird der Radverkehr wieder auf die Fahrbahn abgeleitet …
… was nicht allzu benutzt aussieht. Die Breite dürfte nur knapp über einen Meter betragen. Zu anfangs …
… doch nach 10 Metern bleibt kaum noch was von der Radspur übrig – die dann direkt am Kreisverkehr eh endet und einen wieder aufs Hochboard schickt.
Jenseits der Fahrbahn geht es also über die nächste Ausfahrt …
… und direkt danach ordnen sich linksabbiegende RadfahrerInnen (Richtung Zentrum) wieder auf die Fahrbahn ein. Hü, hott!

Das übliche Hin und Her

Diese Bilderserie zeigt einen Abschnitt von kaum 100 Metern, (um)gebaut worden ist das alles vor geschätzt 15 Jahren – das ist also keine besonders neue Stelle, aber beileibe auch kein Relikt aus dem dunklen Mittelalter. Die Mischung aus durchaus „mutiger“ Radstreckenführung (heißt: im Autoverkehr) und…

Lieber Deppenparker, …

… heute war aber auch wieder viel los. Und dann auch noch kein Parkplatz weit und breit. Nur da, direkt an der Kreuzung, haha! Du Adlerauge, ganz genau passt du da noch hin, und nur drei Schritte von der Tür entfernt. Super. Stört doch keinen. Nun…
Enge Straße - aber wohl noch nicht eng genug, da müssen noch zusätzliche Einbauten sein.
Die man allerdings in der Dämmerung erst sehr spät sieht, da man die Warnbaken, die normalerweise darauf stehen … vergessen (?) hat.

Hier ist so vieles falsch.

Seit kurzem liegen im letzten Stück der Apprichstraße diese Verkehrsinselchen am Straßenrand. Offensichtlich braucht es für eine verkehrsberuhigte Straße, die kaum 1,5 Wagenbreiten misst, noch weitere Maßnahmen, um den "Schleich"verkehr auszubremsen– zumindest interpretiere ich deren Vorhandensein einmal so. Traurig genug, traurig aber auch, dass zwei nur…
Eine Kelle Mörtel …
… und der Reifenkiller ist so sanft befahrbar als wär der Randstein tatsächlich abgesenkt.

Held/in des Alltags

Danke, unbekannte/r Held/in, fürs Bändigen des Randsteins. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich hier drüber fahren kann. Danke!