Monat: Oktober 2015

Hand aufs Herz – wer sieht hier auf Anhieb, dass und wo ein Radweg rechts abzweigt?
Die fehlende Abgrenzung zwischen Radweg und Parkfläche lädt die ganz besonders schlauen Parker ein …
Solche Flickschusterei ist bei zunehmend schlechter Witterung zunehmend unangenehm.
Und stellenweise ist der Belag auch einfach komplett kaputt.

Der versteckte Radweg

Die Aufgabe: Die Rosenaustraße hinauf zur Gögginger Straße fahren und dann weiter stadtauswärts. Möglicherweise sagt das nichts Gutes über meine Auffassungsgabe aus, aber es dauerte eine (viel zu lange) Weile, bis ich nicht mehr bis zur Kreuzung hochfuhr und dort rechts abbog, sondern den Radweg-Abzweig durch…
Ost-West-Achse über alles. Um den Verkehr darauf nicht zu stören, darf man hier wohl nur geradeaus, mitten auf den Rathausplatz …
In der Karolinenstraße herrscht eingeschränktes Halteverbot. Das wird allgemein als "Kurzzeitparkplatz" verstanden – hier ist immer alles voll.
Daraus ergibt sich für RadfahrerInnen enorm wenig Platz. Kommt eine Straßenbahn, ist überhaupt kein Platz mehr.
Weshalb wohl manche auf den Gehweg ausweichen. Was wirklich unsagbar dämlich ist.
An RadfahrerInnen mangelt es nicht. Die Stellplätze hier sind immer besetzt, auch an eher ungemütlichen Tagen wie heute.
Wer nicht aufpasst, steht auf dem Rathausplatz. Wie man so nah am Stadtzentrum dem MIV soviel Platz opfern kann, verstehe ich nicht.
Andauernder PKW-Verkehr auf Kopfsteinpflaster. Eine Radau-Hölle, was ohne Verkehr ein wunderschönes Eckchen inmitten geschichtlich bedeutender Bebauung sein könnte.
Aber was ist schon so heilig wie acht (8) Parkplätze. Die Halterin des PKW im Vordergrund parkte dankenswerterweise nochmals besser ein – sonst wäre die Straßenbahn – mal wieder – nicht vorbei gekommen.

Warum warum warum müssen hier Autos fahren und parken?

Jeder hat so seine Ecke in der Stadt, die er/sie nicht versteht und gerne anders haben möchte. Meine: Die Karolinenstraße. Dass sich hier ein schier unablässiger PKW-Wurm – mit der rechten Felge schon auf dem Rathausplatz – hindurchwürgen muss, wahrscheinlich auf der Suche, seine Tonne Blech irgendwo…

Wo steht die Fahrradstadt2020?

Von der gestrigen Stadtradeln-Abschlussveranstaltung kehrte ich einigermaßen enttäuscht zurück – was zugegebenerweise an meinen überzogenen Erwartungen lag. Nachdem eine solche Abschlussveranstaltung vor zwei (?) Jahren schon einmal für einen Vortrag über das Projekt Fahrradstadt2020 genutzt wurde, erhoffte ich mir dieses Jahr ein Update, ein "State of…

Wenn Privilegierte gegenseitige Rücksichtnahme fordern

Vorfahrt, die: Verkehrstechnisches Konzept, auf welches Radfahrende besser zu verzichten haben, weil es viel zu gefährlich für sie ist. Ein paar Zitate aus diesem Artikel, der den – sicher nicht von ungefähr kommenden – Frust zweier Busfahrer beschreibt. Mehrfach hat es hier Unfälle gegeben.“ Zweimal…
Hier kommt man die Sebastianstraße hoch – bei den regelmäßigen Staus ist selbst der viel zu enge Radfahrstreifen willkommen.
Über die Kreuzung geht es zunächst immer noch aufs Hochbord. Nur um wenige Meter weiter – erfreulicherweise – auf die Fahrbahn zurück geleitet zu werden.
Warum es dann überhaupt den Hochbord-Abschnitt braucht? Keine Ahnung. Ist ja auch egal, Hauptsache Rad- und Fußverkehr werden hier endlich getrennt.
Hier wird dann ein Radfahrstreifen auf der Fahrbahn geführt. Wie weit? Noch nicht absehbar.
Bislang musste man auf dem Hochbord entlang, vorbei an Ausfahrten. Auf der Fahrbahn wäre das schon wesentlich sinnvoller.
Allein schon, um diesem vermaledeiten Häusereck zu entkommen. Dass die endlose Baustellenzeit auch noch das Radfahren in falscher Richtung zum Normalzustand erhebt, ist auch nicht unbedingt förderlich.
Das Häusereck aus der Gegenrichtung. Würde man an diesem Eck die Parkbucht streichen, hätte man genug Platz für eine entspannte Wegführung.
Die Wegführung stadteinwärts. Rot: auf der Fahrbahn. Blau: Hochbord. Immer schön abwechselnd :(

Verkehrsführung MAN Kreuzung

Das Wissen, seit wann an der MAN-Kreuzung schon gebaut wird, ist im Laufe der Generationen verloren gegangen. Im Zweifel werden es die Römer gewesen sein. Da man so langsam aber eine Idee davon bekommen kann, wie der Kreuzungsbereich in etwa einem Jahr aussehen soll, lohnt ein…
Markierter Einfahrtsbereich in die Einbahnstraße
Nicht mehr nur rechts oder links, sondern auf dem Rad auch geradeaus – mit eigenem Wartebereich.
Den Hinweis auf möglichen Gegenverkehr hatte man zuerst vergessen … und gegen die Falschparker um die Kurver herum sollte man noch etwas tun.

180 Meter Freiheit

Ob ich persönlich ein großer Fan der Freigabe von Einbahnstraßen werde, weiß ich noch nicht. Wahrscheinlich ist es eine Frage der Eingewöhnung aller Verkehrsteilnehmer, denn der Komfortgewinn durch direktere Streckenverbindungen ist unbestritten. Wie etwa hier in der Elisenstraße, wodurch man aus der Morellstraße kommend nun…

Apropos Abstand zu Längsparkern

Liebe Stadt Augsburg, du kannst es doch. Schau nochmal in der Fröbelstraße nach, falls du dich nicht mehr erinnerst. SO geht Radfahrstreifen. Ja, der ist zwar auch nur etwa 1,50 Meter breit, besteht aber auch schon sehr viel länger als die Empfehlung, solche Streifen 1,85m…
So fängt er an, der Schutzstreifen. 1,50 Meter breit. Alles super, oder?
Super, bis man an Parkreihen vorbei muss. Worin genau liegt da der Schutz des Schutzstreifens?

(M)Ein Problem mit Schutzstreifen

Schutzstreifen sind, theoretisch, eine schöne Sache. Als reine Fahrbahnmarkierung – im Gegensatz zu Radfahrwegen, die einen dedizierten Sonderweg nur für Radfahrer darstellen – dürfen ihn PKW durchaus auch befahren, sofern notwendig und sofern der/die RadfahrerIn dadurch nicht behindert wird. Es ist sozusagen der Versuch, eine Aufteilung des…
Autobahn versus Fenstersims
Gemessen ohne weiße Begrenzungslinie. Diese wird zur Breite des Radwegs gezählt, wodurch immerhin 1,33 Meter erreicht werden – neben parkenden Autos.

Umverteilung des Raumes zugunsten des Radverk… oh fuck it.

Bezüglich "Umverteilung im öffentlichen Raum und eine Verkehrslenkung zugunsten von Rad- und Fußverkehr" (AGFK Bayern), hier der Zustand in der Friedberger Straße, fertiggestellt 2010. Neun Jahre seit der Donauwörther Straße haben dem Radverkehr immerhin satte 7 cm mehr Raum eingebracht. Um korrekt zu sein: die weiße Begrenzung…

Richtlinien für die Sicherheit von Arbeitsstellen an Straßen

Was es nicht alles gibt. Zwar naheliegend, dass es ein Regelwerk gibt, aber die Verkehrsführung an Baustellen macht ja (nicht für RadfahrerInnen) selten einen geregelten Eindruck. Wie in Münster – von vielen ja immer noch als Radhauptstadt-in-der-alles-toll-Beispiel herangezogen – dieses Regelwerk ausgelebt wird und zu…

Getting Shit Done

Es ist sozusagen die städtische Variante einer Kelle voll Zement und macht ebenso glücklich. Endlich wurde diesen Sommer die elendigliche, Reifen und Felgen mordende Kante zur Betonplatte (Zustand vorher) auf der Lechbrücke in der Amagasaki Allee mit einer Schubkarre voll Asphalt glattgebügelt. Und so sehr es vielerorts…

Die AGFK über Augsburg: Alles gut?

Also, nix für ungut. Dass in Augsburg der Wille existiert, den Radverkehr zu fördern, dass dieser Wille mit dem Projekt Fahrradstadt2020 und einer klaren Terminierung durchaus substantiell ist und dass man sich externe Hilfe bei einem renommierten Verkehrsplaner holt – alles ok. Und vielleicht ist…
Breit, asphaltiert, beleuchtet, quer durch einen ganzen Stadtteil, ohne Ampeln. Wieviele Städte können das bieten?
Der Westfriedhof liegt einer völlig ungestörten Querung "im Weg".
Um den Friedhof zu umfahren müsste man an dieser Kreuzung links abbiegen dürfen. Ein radfreundlicher Umbau wäre notwendig.
Ist man links abgebogen, kann man einige Meter weiter in eine Nebenstraße abbiegen …
… und an deren Ende auf einem Fuß-/Radweg weiterfahren.
Dieser ist für beidseitigen Verkehr (plus Fußgänger) gerade im Vergleich zu den Wegen in den Kasernen etwas arg eng.
Ein (sehr) kurzes Stück ist leider auch nicht asphaltiert.
Mehr als 10 Meter muss man aber nicht auf Asphalt verzichten.
Der Weg am Restaurant vorbei sieht fast so aus, als hätte sich jemand gedacht, dass hier einmal eine Grünbrücke über die Ackermannstr. führt …
… was aber nicht der Fall ist – man muss sie (noch?) herkömmlich überqueren. Ampel Nummer 2.
Der Reese-Park ist noch eine große Baustelle, aber der Weg ist bereits fertig.
Vielleicht kommt hier noch ein Verbindungsstück. Auf dieser Höhe gäbe es eine (ampfelfreie) Querungsmöglichkeit der Ulmerstraße, zur Weiterfahrt zum Kobelweg.
Auch das letzte Stück zur Ulmer Straße ist noch nicht ganz fertig …
… und endet noch etwas unmotiviert in Steinwurfweite zum Oberhauser Bahnhof.

Apropos Potenzial: der Westpark

Der Westpark ist ein Kunstbegriff, unter dem die neu geschaffenen Grünflächen der ehemaligen Reese- und Sheridankasernen zusammengefasst sind. Dadurch entsteht die einzigartige Möglichkeit, von der Ulmer Straße im Norden bis zur Leitershofer Straße im Süden (fast) ampelfrei durch Pfersee zu fahren. Der Wasenmeisterweg erweitert diese etwa 4km lange Strecke auf…

Baustellenzeit nutzen?

Die Wertachbrücke war über die gesamten Sommerferien hinweg eine Baustelle, da die Stadtwerke die Tramgleise erneuerten. Nun ist sie wieder/immer noch in Bearbeitung, auch wenn ich nicht erkennen konnte, was genau gemacht wird. Nachdem aber die Abbiegespur in die Langenmantelstraße betroffen ist … da war…
Ab Höhe Klinikum Süd in Haunstetten fährt man praktisch parallel zur Haunstetter Str. weitgehend ungetrübt von PKW-Verkehr in die Stadt
Die Ellensindstr. sieht der neue Radverkehrsplan demnächst sogar als Rad-Hauptroute an (westwärts quer durch Haunstetten Richtung Inningen)
Die Strecke durch Siebenbrunn ist auch heute schon nicht unbekannt und gut beschildert
Die gesamte Strecke von Klinikum Süd durch Siebenbrunn hindurch ist ca. 2009/1010 saniert worden – mit einem kurzen Abschnitt, wo der Belag fast an Flüsterasphalt erinnert, perfekt bei Nässe
Ab hier ist man auch von dem wenigen PKW-Verkehr in Siebenbrunn befreit. Für breite Gefährte könnten die Durchlässe breiter sein.
Im Wald wechseln sich dann größere Flicken …
… mit gar keinen Flicken ab.
Nicht nur am Fahrbahnrand löst sich die Asphaltdecke in Wohlgefallen auf.
Und solche tiefen Löcher entstehen das ganze Jahr über sehr plötzlich. Ausbesserungsarbeiten hin oder her.
Verkehr ist zwar eigentlich keiner vorhanden, aber dass der Stadtwald ein Wirtschaftswald ist, bekommt man eben doch ab und an zu spüren – diese schweren Fahrzeuge tun ihr Übriges zum Fahrbahnzustand.
Zwischendurch gibt es auch astreine Abschnitte – hier wurde anscheinend einmal einer der vielen Kanäle neu überbrückt.
Hier kreuzen sich Siebenbrunner, Spickel- und Ilsungstraße – ein sehr potenter Verteiler in alle möglichen Richtungen.
Hier die wunderbare Ilsungstraße, die an der Sportanlage Süd vorbei Richtung Univiertel/Messe führt
In der Spickelstraße wurden zwei längere Abschnitte ca. 2010 großflächig geflickt. Nichts für die Ewigkeit, aber allemal besser als die kleinen Lochflickereien.
Meist sieht es jedoch so aus: Flicken über Flicken, dazwischen trotzdem noch kleinere und größere Schlaglöcher.
Vielleicht senken sich solche Flicken auch irgendwann auf Straßenniveau ab, bis dahin aber sind es statt Löcher eben Hügel.
Was eigentlich breit genug für mehrere RadfahrerInnen und/oder FußgängerInnen wäre, wird durch diese Erosion de facto auf eine Spur verengt.
Entlang der Kanustrecke ist nicht nur der Fahrbahnbelag wirder deutlich besser, die Strecke ist sogar beleuchtet - nicht nur im Winter ein Traum.
Für einen kombinierten Rad-/Fußweg vielleicht ein wenig knapp bemessen, aber weiter herrlich autofrei Richtung Innenstadt.
Zwischen Zoo (links) und Botanischem Garten (rechts) hindurch verläuft die Fahrradstraße. Hübsch, wenn sie nicht kaputt wäre.
Der Fahrbahnzustand fünf Meter VOR dem Beginn der Fahrradstraße …
… und der Zustand fünf Meter DANACH. Grotesk.
Leider ein bezeichnender Straßenzustand direkt am Fahrradstraßenschild
Die Schlaglöcher sind hier etwa so tief wie diese 25mm-Reifen hoch.
Die Fahrradstraße führt durch die Frischstraße weiter zur Haunstetter/Schertlinstraße (Richtung Göggingen)
Mit dieser Grünbrücke geht es ampellos über die Inverness-Allee Richtung Rotes Tor
An der Kanustrecke ist es nebenbei auch einfach wunderschön.
Nach der Kanustrecke ein Abzweig Richtung Lech – und damit potentiell Richtung Hochzoll, Lechhausen und Gersthofen, womit dann ganz Augsburg durchquert wäre – ohne Ampel.

Das vergessene Potenzial des Stadtwalds als Süd-Nord-Achse

Wer von Haunstetten (im Augsburger Süden) aus in die Stadtmitte will, nimmt wahrscheinlich die Haunstetter Straße, die wie mit dem Lineal gezogen dorthin führt. Obwohl ich grundsätzlich eher dagegen bin, den Radverkehr abseits der (PKW-)Hauptverkehrsadern zu leiten, ist dies hier wahrscheinlich die Ausnahme, welche die…