Was einst in der Wintergasse begonnen hat, ist nun bis zum Predigerberg fortgeführt. Anstelle einer engen, zugeparkten, vielfach geflickten Hinterhofgasse tritt eine durch den Verzicht auf Gehsteige jederzeit ausreichend breite, offene Innenstadtgasse. Durch die unorthodoxe Auszeichnung als Spielstraße ist zudem das Parken klar auf einige markierte Flächen beschränkt (was, wie ich auch gleich sehen durfte, den Lieferverkehr freilich wenig beeindruckt). Das Beste ist ohne Frage der Pflasterbelag. Wie auch immer er genau bearbeitet ist, er ist wunderbar eben. Durch die Verfüllung der Fugen entsteht ein Belag, der manche Asphaltstraße vor Neid erblassen lässt.

Für mich ergibt sich (aus der Provinostraße kommend) nun endlich ein angenehmer Weg ins Zentrum, ohne mich entweder den Milchberg hoch über das mehr als holprige Pflaster der Maxstraße, die ebenso unbequemen Gassen der Altstadt oder die unsägliche Ecke Mittlerer Graben/Leonhardsberg/Schmiedberg quälen zu müssen. Abstellanlagen sind am Moritzplatz ebenfalls vorhanden. Ob die Anzahl ausreicht und ob es da nicht auch optisch ansprechendere Lösungen gibt sei einmal dahingestellt. Ich gebe mich nun der Hoffnung hin, dass die Dominikanergasse nicht das letzte Stückchen Innenstadt bleibt, das mit diesem Pflasterbelag gesegnet wird.