In Augsburg so selten, dass es sogar an nutzlosen Stellen gerne gesehen ist: ein Fahrradstraßenschild

Eine zweite Fahrradstraße in Augsburg!

Jajaja, genau genommen ist es die dritte. Nachdem aber Frischstraße und Professor-Steinbacher-Str. de facto aneinander anschließen, werte ich diese als eine Fahrradstraße. Nun gibt es also eine zweite: im Laubenweg. Nein, den muss man nicht kennen, obwohl sehr viele schon durchgefahren sein werden. Der Laubenweg ist eine Sackgasse im Spickel parallel zur Friedberger Straße, an deren Ende sich ein Fuß-/Radweg zur Badestelle am Stadtbach anschließt. Insofern dürfte da schon einiges an Radverkehr stattfinden, allerdings auch entsprechend wenig Autoverkehr. Was vorher also eine Tempo-30-Straße für einige Anwohner war ist nun eben eine Fahrradstraße. Hübsch für die Statistik und tut niemandem weh. Aber wie das mit seltenen Arten so ist: man freut sich ja doch, wenn man mal eine sieht.

Share This Post

This article has 3 comments

  1. Christoph

    Hallo. Erst einmal ein großes Lob. Das hier ist wirklich ein sehr schönes Blog, auch vom Design her.

    Ich freue mich schon lange nicht mehr über diese so genannten Fahrradstraßen. Das sind doch oftmals ehemalige Tempo 30-Zonen, wie auch in dem Beispiel oben, die lediglich einen neuen „Anstrich“ der Fahrradfreundlichkeit bekommen haben, indem sie nun Fahrradstraßen mit Freigabe für den Kraftverkehr sind. Für den Radverkehr ändert sich rein gar nichts.

    Wenn die Sackgasse für Radfahrer und Fußgänger doch durchlässig ist, warum hat man sie dann nicht entsprechend ausgeschildert?

    Und das Zeichen, das man auf dem Radweg erkennen kann, ist doch sicherlich ein Zeichen 205 (Vorfahrt gewähren)? Was hat das denn da zu suchen, wenn die parallel dazu verlaufende Straße doch gegenüber der Seitenstraße vorfahrtsberechtigt ist? Dann nimmt doch der straßenbegleitende Radweg an der Vorfahrtregelung teil?

    Und warum ist dort eine Steinmauer errichtet worden, die die Sichtbeziehungen zwischen den Verkehrsteilnehmern verschlechtert?

    Fragen über Fragen. 😉 So wird dann leider aus einem vermeintlichen Positivbeispiel ein Negativbeispiel, was die Radverkehrsführung angeht.

    • flo

      Ja, vom Hocker hauen tut mich diese Fahrradstraße auch nicht. Dass die Durchlässigkeit nicht beschildert ist, fiel mir gar nicht auf – wahrscheinlich wird die Route nicht als Durchgangsroute angesehen, daher hat man das „vergessen“ …

      Das Vorfahrt gewähren ist mir hingegen aufgefallen und ja, das ist Schrott. Insbesondere, weil dieser Radweg überhaupt nur von geradeaus Radelnden benutzt werden kann. Diese überqueren also eine Kreuzung „geradeaus“ und sehen sich nach wenigen Metern mit dem Ende ihres Weges und dem Verlust des Vorranges konfrontiert. RadfahrerInnen werden geradeaus oftmals so verschlungen geführt, dass sie am Ende doch irgendwo anhalten müssen :/

      Die Mauer ist für den Schallschutz da, die hat also ihre Berechtigung. Warum man allerdings den Radweg nicht jenseits der Mauer an der Straße entlang führte (zumindest für den Durchgangsverkehr), leuchtet mir nicht ein.

  2. Pingback: Heimlich, still und leise – und isoliert. – rad[irr]wege

Comments are now closed.