Als Ergänzung zur Nicht-Beachtung von Radfurten und dem Zurückstecken

Während – zumindest gefühlt und während der kurzen Zeit an dieser Kreuzung – die meisten AutofahrerInnen auf der Radfurt auf querende FußgängerInnen warten, hält dieser hier die Radfurt frei. Oder doch nicht? Tatsächlich steht dieser PKW nämlich nicht still, sondern rollt sehr sehr langsam in Abbiegerichtung, Fußgänger passieren lassend. Nun, liebe „im Zweifelsfall“-Fraktion – ist dies nun ein solcher Zweifelsfall, in dem man „lieber zurücksteckt“? Sieht uns der PKW-Fahrer noch im Rückspiegel? Nach hinten raus würde er wohl nicht einmal Godzilla heranrauschen sehen, so voll bepackt der Kofferraum ist. Blickkontakt lässt sich auch nicht aufnehmen. Also: mitten in der Grünphase stehen bleiben und auf die nächste Grünphase warten?

All das führt in eine falsche Richtung. Statt darüber zu diskutieren, ob man fährt oder nicht, muss das Verhalten des Gefährders thematisiert werden. Er muss stehen bleiben, er hat Vorrang zu gewähren. Diese Unsitte, die Radfurt zu ignorieren, muss aufhören. An dieser Stelle stehen die wartenden PKW sogar auf einer eigenen Rechtsabbiegerspur. Die Rechtfertigung, man wolle den hinter einem wartenden Verkehr nicht behindern und die Geradeausfahrt verstellen zieht hier also nicht. Durch das Warten auf der Radfurt passt auch nicht ein einziges Auto mehr in den Kreuzungsbereich. Was in aller Welt ist so absonderlich daran, diese verfluchte Radfurt frei zu halten, auch wenn auf den ersten Blick kein Radfahrer zu erkennen ist?

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This article has 4 comments

  1. Timovic

    Der Radweg liegt im Augenblick der Fotoaufnahme ziemlich exakt im toten Winkel des dunklen Kombis. Der könnte dich frühestens dann sehen, wenn du auf Höhe des Beifahrerfensters bist und er einen Schulterblick macht. Und ja, diese Unsitte des in die Furt Reinrollens ist maximal nervig. Zumal das eigentlich in der StVO eindeutig geregelt ist.
    „Wer die Vorfahrt zu beachten hat, muss rechtzeitig durch sein Fahrverhalten, insbesondere durch mäßige Geschwindigkeit, erkennen lassen, dass gewartet wird. Es darf nur weitergefahren werden, wenn übersehen werden kann, dass wer die Vorfahrt hat, weder gefährdet noch wesentlich behindert wird.“

  2. Boris

    Wenn man hier als geradeausfahrender Radfahrer einfach auf der Geradeausspur fährt (also links vom Rechtsabbieger), hat man doch gar kein Problem mehr, oder?

    • flo

      Abgesehen davon, dass man die Benutzungspflicht ignorieren muss.

  3. Sandy

    Ich finde nicht, dass der Radweg im toten Winkel liegt. Man muss einfach nur mal kucken bevor man drüber fährt!
    Wenn da Markierungen sind heißt das für mich als Autofahrer: Obacht, da kann etwas meinen Weg kreuzen,da muss
    ich aufpassen. Solche Markierungen werden aber von vielen einfach ignoriert. Die Fußgänger werden vielleicht noch durchgelassen, aber nur indem man den Radstreifen blockiert. Leider Alltag!
    Am besten sind ja die Vögel, die erst am Radsteifen an dir vorbeifahren, um dann an der Kreuzung rechts vor dir abzubiegen.
    Na klar stecke ich zurück und sehr oft verzichte ich auf meine Vorfahrt, ich bin ja nicht lebensmüde! Aber wenn dir so was
    3x täglich und mehrmals die Woche passiert, dann hast du auch mal die Schnauze voll!

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