Fahrradampel Superstar :)

In der AZ die Erklärung seitens der Stadt, weshalb die Radampel an der Gögginger Brücke so ist wie sie ist.

Das Problem: Eigentlich sollte für Radler eine kleine und besser sichtbare Ampel montiert werden. „Aber der Hersteller hat dafür noch keine Zulassung“.

Ich erinnere mal an den Ablauf: In der Gögginger Straße wurden die Tramgleise saniert und in diesem Zuge die Radführung zum Linksabbiegen geändert: die reichlich absurde Linksabbiegerspur für Radfahrer inmitten der PKW-Fahrbahnen wurde entfernt, dafür eine Furt über die Brücke direkt vom rechten Radweg aus markiert. Es dauerte 10 (ZEHN!) Wochen nach Fertigstellung der Bauarbeiten und Freigabe der Kreuzung, bis die zugehörige Radampel installiert wurde – eine Radampel, die so nicht gewollt war und von der man offensichtlich wusste, dass sie in dieser Form Quatsch ist.

Und ich wiederhole und bekräftige hiermit, bei allem Bonus dafür, dass selbstverständlich kein langfristiges Projekt immer so läuft, wie man es sich wünscht:

Der Apparat der Stadt macht auch fünf Jahre nach dem Beschluss zur Fahrradstadt immer wieder einen erstaunlich unvorbereiteten Eindruck. Es ist ja nicht so, dass diese kleinen Radampeln eine Erfindung wären, die erst gestern gemacht wurde oder dass sie in Augsburg nicht schon massenweise hängen würden. Es hing sogar just am anderen Ende der Brücke eine ganze zeitlang genau eine solche kleinere Ampel – die dann durch eine größere ersetzt wurde, da eine solche an jener Stelle geeigneter schien. Wo ist denn die kleinere hin? Ins Depot geschafft und unauffindbar? Wo kam die überhaupt her? Warum kann man, wenn man explizit eine kleine Ampel haben möchte, nicht zu einem Hersteller gehen, der sie auch liefern kann und darf? Würfelt man, wo man sein Equipment einkauft? Muss man sich das vorstellen wie die Baustellenschilderlotterie: man greift in eine große Kiste und muss mit dem zurecht kommen, was man zieht?

Die Stadt hält sich bislang zurück, was eine Imagekampagne pro Fahrradstadt betrifft. Es wäre aber schon einmal ein Anfang, wenn man es fertig brächte, solch vermeintlich simplen Maßnahmen nicht hochkant in den Sand zu setzen.

Und hier reden wir nur über eine suboptimale Radampel. Sollen wir als nächstes über die Jakoberstraße und den unfassbar stümperhaften Zeitablauf dort reden?

PS: Bis in den BR hat es die Aktion geschafft 😉 Aber: „Radler gerät in Rage“? Hat der BR jetzt ein besonders übles oder ein ausgesprochenes friedvolles Bild von uns Radlern?