Was zur Hölle …?

Ist denn was im Trinkwasser? Ok, in der Pferseer Unterführung wird stadtauswärts die Beleuchtung überprüft/ausgetauscht/whatever. Das klingt immerhin, als wäre das schnell überstanden. Dazu wird ein Gerüstdingsie benötigt, das tatsächlich den Gehweg blockiert. Außerdem scheint ein Arbeiter auch dann und wann mal auf die Fahrbahn treten zu müssen.

Offensichtlich genug, um zu dieser Beschilderungsnotwendigkeit zu greifen: Man sperrt den Gehweg sowohl für Fußgänger als auch Radfahrer. Wobei man offensichtlich auch keine Radfahrer auf der Fahrbahn haben möchte – das soll wohl das Durchfahrt verboten Schild (VZ250) in der Ableitung bedeuten (das absurderweise für Fahrzeuge jeder Art gilt, ob so mancher Autofahrer wohl auch leicht irritiert ist?)

Die Fußgänger leitet man „nach links“, wobei damit wohl ein Straßenseitenwechsel gemeint ist. Für Radfahrer sieht man hingegen überhaupt nichts vor. Man hegt wohl den Wunsch, dass Radfahrer stadtauswärts nicht durch die Pferseer Unterführung fahren sollen. Wünschen darf man sich ja alles. Für eine Umleitungsbeschilderung war man aber zu faul (man könnte ja, wenn man es wirklich ernst meinen würde, über die Sieglinden/Schlettererstr umleiten).

Nun habe ich zweierlei beobachtet: Manche ignorieren den Schilderquatsch und fahren (wohl rechtswidrig) auf der Fahrbahn durch den Tunnel. Andere nehmen stattdessen den linken Gehweg und fahren dort. Das ist – das muss man den Schildern lassen – nicht angeordnet (es wäre auch nicht möglich) und es ist ganz definitiv rechtswidrig. Aussage eines Radfahrers an der Ampel, schulterzuckend nach einem kurzen Austausch, was der Schilderwald wohl bedeuten möge: „Tja, aber trotzdem, geht ja nicht anders“. Und fuhr links rüber.

Nun kommt auch noch erschwerend hinzu, dass auf der linken Gehwegseite die Bauarbeiten am Heliocenter voranschreiten und dazu alles bis auf den Radweg abgesperrt ist. Auf diesem verbliebenen Streifen tummeln sich nun also Radfahrer (zu allem Überfluss in beiden Richtungen) und Fußgänger, die von der anderen Straßenseite dort hingeleitet werden. Well played.

Wie gesagt bleibt uns der Unsinn (oder ein Teil davon) wohl nicht allzu lange erhalten. Aber wie schwer kann es denn sein, das von Anfang an ordentlich zu regeln? Wieso kann man den Radverkehr stadtauswärts nicht auf die Fahrbahn leiten und in Gottes Namen die Geschwindigkeit baustellenbedingt auf 20 oder 30 reduzieren? Wie kommt man auf die Idee, den Kraftverkehr in KEINER WEISE zu beschränken (die dürfen also mit 50 durchrauschen), aber gleichzeitig Radfahrern das Durchfahren komplett untersagen, weil sie vielleicht den Bauarbeitern zu nahe kommen?