Vier Vorschläge für die MAN-Brücken-Baustelle

Wir haben noch an einigen Stellen nachgebessert, aber aufgrund der örtlichen Verhältnisse sind keine weiteren Optimierungen möglich“, so Weber.

So sprach es der Tiefbauamtsleiter in der AZ. Keine weiteren Optimierungen? Nun, ich hätte da aus dem Stegreif die ein oder andere Idee. Nehmen wir etwa das Nadelöhr auf der stadtauswärtigen Seite der Brücke. Hier fällt niemandem ein, was man besser machen könnte? (Klick aufs jeweilige Bild für Details)

Wie wäre es damit, den Randstein während der Baustellenzeit einzuebnen, um eine größere zusammenhängende Fläche zu schaffen?

  • Als erstes könnte man das Schild im Vordergrund (es ist ein Radweg-Schild in Gegenrichtung) nicht ausgerechnet an die allerengste Stelle weit und breit stellen.
  • Man könnte überhaupt einmal von stadtauswärts damit beginnen, den möglichen Gegenverkehr per Schild anzukündigen. Das erste ebensolche Schild findet sich erst NACH der Brücke.
  • Wir reden über eine Baustelle, die den größeren Teil eines Jahres andauert. Ist es wirklich undenkbar, an der Engstelle jenseits der Brücke den Randstein zu entfernen und notdürftig eine gemeinsame Fläche zu schaffen – wie in der Ewigkeitsbaustelle an der MAN-Kreuzung durchaus geschehen?

Eindeutigere Piktogramme, welche die angedachte Verkehrsführung verdeutlichen?

  • Gemäß Vorstellung der Stadt soll der Verkehr in „richtiger“ Richtung wohl auf dem Gehweg stattfinden, während der Verkehr stadtauswärts auf dem eigentlichen Radweg fährt. Das VZ240 (gemeinsamer Fuß-/Radweg) lässt diese Nutzung und Interpretation zu, aber impliziert sie nicht gerade. Die vorhandene Straßenmalerei ist Klamauk. Warum nicht die gewünschten Fahrtrichtungen per entsprechenden (temporären, gelben) Piktogrammen deutlich machen?

Statt Minihinweis und zahlreicher Verbotsschilder einfach EIN ORDENTLICHES UMLEITUNGSSCHILD?

  • Während der PKW-Verkehr natürlich durch die Baustelle beeinträchtigt wird, letztlich aber keine neuen Wege suchen muss, fällt für Radfahrer und Fußgänger der übliche Weg komplett weg. Warum wird darauf nicht frühzeitig hingewiesen? Warum wird der Verkehr nicht schon an der MAN-Kreuzung auf die linke Seite geleitet? Warum ist das EINZIGE Schild, das sich zur Umleitung überhaupt findet, ein winziges, unauffällig-weißes Schildchen an der Bedarfsampel, an der man dann sogleich die Straßenseite wechseln soll? Zeitgleich sind in der gesamten Stadt Schilder in der Größe durchschnittlicher Gäste-WCs aufgebaut, die den PKW-Verkehr zwei Wochen im Voraus von der 3-stündigen (!) Sperrung mancher Straßen unterrichten. Und nicht falsch verstehen: Das ist löblich! Es steht sogar der Grund mit drauf. Warum, WARUM, ist das für eine Baustelle mit signifikanten Einschränkungen für Radfahrer und Fußgänger über fast ein ganzes Jahr hinweg nicht möglich? WA – RUM?

Vorwegweiser heißen so, weil sie VOR der Stelle stehen, an der man irgendwohin abbiegen soll.

  • Und last not least: Auf der Berliner Allee steht das Umleitungsschild Richtung Lechhausen NACH der Kreuzung, an der man üblicherweise Richtung Lechhausen abbiegen würde. Herrschaftzeiten noch einmal, wer kontrolliert denn so einen offensichtlichen Mist nicht? Muss man denn als Radfahrer immer erst einmal in Baustellensackgassen fahren, um beim zweiten oder dritten Durchfahren die intendierte Umleitung zu erkennen? Nicht jeder ist täglich unterwegs, sollte es nicht möglich sein, eine Umleitung sofort, zweifelsfrei und ohne Ortskenntnis zu erkennen und zu verstehen?

Keine weiteren Optimierungen? Keine weiteren Fragen.