Einheitliche Gestaltungen

RADar! hilft. Es hilft zum Beispiel mir, Dinge zu entdecken, die ich sonst wohl eher später als früher entdeckt hätte, den Antworten der Stadt sei Dank.

Von der Dieselstraße aus kommend an der Coca-Cola-Kreuzung Richtung Wertachbrücke links abzubiegen gehört nicht unbedingt zu meinen Standardrouten. Als ich das letztens doch tat, und zwar brav indirekt vom Radweg aus, stand ich nach der Überquerung der Donauwörther ein wenig verloren auf der anderen Straßenseite auf der Suche nach einer Ampel, die für mich gelten könnte. Ich fand keine, und da die Kreuzung doch gerade erst frisch markiert wurde, trug ich ins RADar ein, es fehle eine Radampel zum Linksabbiegen. Die relativ zügige Antwort:

Für den linksabbiegenden Radfahrer gibt es eine markierte Aufstelltasche mit einem 3-feldigen Radsignal zur Querung der Kaltenhoferstraße. Das Signal befindet sich rechts neben dem Haltebalken für die Radfahrer.

Ich bin baff, doppelt sogar. Denn: es stimmt und ich habe nichts von dem erkannt  Wie das? Hm. Vielleicht, weil die Ausführung von dem abweicht, was ich – aufgrund anderer vergleichbarer Querungen – erwartet hätte.

Zum einen habe ich, weil mir die Kreuzung nicht geläufig ist, die Aufstelltasche nicht als solche erkannt. Ein entsprechender Pfeil, wie er in anderen Kreuzungen markiert ist, hätte mir sicher geholfen, den angedachten Weg auf Anhieb zu erkennen.

Die für mich gültige Ampel suchte ich auf der gegenüberliegenden Straßenseite – auch das ist an diversen Kreuzungen durchaus üblich (etwa: Kaiserhof, Alter Einlass). Selbst an dieser Kreuzung ist das der Fall: Wollte ich etwa von der Donauwörther Straße nach links in die Dieselstraße abbiegen, findet sich die Radampel auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Eine Babyampel auf halber Höhe diesseits der Kreuzung fand ich auch nicht. Die riesige Ampel, die da ziemlich offensichtlich steht – nun, da ich wusste, wonach ich suche – übersah ich tatsächlich komplett.

Nur: Steht man an der Haltelinie, kann man diese in der Tat schlecht einsehen. Man muss ein Stück zurückrollen. Oder Glück haben, und nicht als erster an der Linie stehen. Warum fällt das beim Anbringen der Ampel und Markieren der Haltelinie niemandem auf? Alles, was man tun müsste, ist, die Ampel ein paar wenige Grad zu verdrehen.