Der Untergang ist nahe

Großes Ungemach droht offenbar, wenn RadfahrerInnen nun genauso lange durch die Fußgängerzone fahren dürfen wie 10-Tonner. Der Bewertung des Artikels (auf Facebook) nach spaltet sich Zustimmung und Ablehnung in etwas gleichmäßig auf. Die Kommentare sind dagegen beinahe einhellig aus der Ablehnungs-Ecke. Und die Stärke der Ablehnung ist, selbst die offenbare allgemeine Unfähigkeit in Betracht ziehend, sich auf Facebook/im Internet gemäßigt zu äußern, recht erschreckend.

Das Image von Radfahrern ist bei einem Teil, wie groß er auch sein möge, unversöhnlich schlecht. Das finde ich insbesondere deshalb so traurig, da meine Vorstellung einer radgerechten Stadt Hand in Hand geht mit einer generell menschengerechten Stadt, einer Stadt, die nicht durch das Tempo und die Maßstäbe motorisierten Verkehrs bestimmt wird, sondern durch das der Menschen darin. Und das geht nun einmal nur zusammen mit Fußgängern. Fußgänger und Radfahrer sind in diesem Ziel Verbündete, keine Gegner. Es wäre hilfreich, wenn die Idioten unter den Radfahrern das nicht torpedieren würden (was nicht heißen soll, dass sie der einzige Grund für das schlechte Image sind).

Merke: Ein Trottel ist kein Trottel, weil er Rad fährt, sondern weil er ein Trottel ist.