Luftreinhaltung leicht gemacht

Was man gegen schlechte Luft tun kann? Der Augsburger Stadtrat weiß Rat. Man muss nur dafür sorgen, dass die Teile, welche die schlechte Luft erzeugen, weniger Zeit in der Stadt verbringen. Und das geht natürlich am besten, wenn sie weniger an Ampeln stehen. Mehr fahren, weniger stehen.

Umweltreferent Reiner Erben betont abschließend, dass er nicht den Stadtverkehr beschleunigen will: „Das heißt nicht, dass man jetzt mit 60 durch die Karlstraße rasen kann.“ Vielmehr sollen die Standzeiten der Autos an den Ampeln reduziert werden. Es gebe bereits ensprechende Mittel im Haushalt, um die Ampeln umzuschalten.

Je seltener Autos halten, desto öfter stehen Fußgänger. Nur falls jemand geglaubt hätte, dass man den Abgrund Grottenau/Karlstraße, der die Innenstadt in zwei Teile teilt, nicht noch unüberwindbarer machen kann.

Der „Plan“ in Gänze:
Umweltreferent Reiner Erben hat in der Pressekonferenz bereits erklärt, dass in Augsburg bereits an vier Messstellen die Stickoxid-Grenzwerte überschritten wurden, allerdings nicht so stark wie in anderen betroffenen Kommunen: An der Karlstraße wurden 46 Mikrogramm statt der erlaubten 40 Mikrogramm gemessen.
Die Stadt will Fahrverbote mit allen Mitteln verhindern. Dazu setzt man auf drei Maßnahmen:
Software-Updates durch die Hersteller
Austauschprogramm „Alt gegen Neu“ beim Neuwagenkauf
besserer Verkehrsfluss in der Innenstadt
In der Summe soll dieses Paket den Stickoxid-Ausstoß um die kritischen 6 Mikrogramm reduzieren.

Chapeau für diesen Konter:

Das bestätigt Dr. Rudolf Holzapfel (Pro Augsburg): Ich bin auf der Herfahrt auf der Haunstetter Straße an jeder Ampel gestanden und habe sinnlos die Luft verpestet. Alexander Süßmair (Die Linke) sagt, er habe die Luft nicht verpestet, denn er sei mit dem Fahrrad gekommen.