Eltern-Taxis versus Rettungswege

Dieser Fall sorgt nicht nur im sächsischen Neukirchen für Fassungslosigkeit: In der dortigen Kita war ein Kind von einer Rutsche gefallen und kurzzeitig bewusstlos. Die Erzieherinnen riefen sofort den Rettungsdienst. Doch als die Einsatzkräfte anrückten, kamen diese zunächst nicht zu dem Kind durch. Zahlreiche Autos hatten die Zufahrt blockiert. (Artikel der SHZ)

Der dortige Bürgermeister in einem Facebook-Post dazu:

Das Verhalten der Betroffenen ist an Dummheit und Ignoranz durch nichts mehr zu überbieten. Ich schäme mich für euch in Grund und Boden und bin maßlos enttäuscht und entsetzt. Ich finde ehrlich gesagt überhaupt keine Worte mehr.

Stellt euch mal vor, es wäre euer eigenes Kind gewesen. SCHÄMT EUCH!!!

Zum Glück ist das ganze glimpflich ausgegangen. Eine schwerwiegende Verletzung hätte es an dem Tag aber auch nicht sein dürfen. Und ihr denkt nur daran, wie ihr möglichst nah an die Kita ranfahren könnt um ja keinen Meter zu viel zu laufen.

Jo. Und statt noch mehr Senf hinzuzufügen möchte ich einmal mehr auf diese wundervolle Aktion der Laurentius-Grundschule in Bobingen hinweisen:

Alle paar Wochen schicken sie morgens die Viertklässler auf die Straße, ausgestattet mit selbst gebastelten Schildern. In Rot signalisieren sie den Elterntaxis: „Stopp! Hier darfst du nicht halten.“ Auf grünen Plakaten steht: „Super! Hier kannst du aussteigen.“ Klassenleiterin Katharina Ranz hat die Schilder mit den Kindern im Verkehrserziehungs-Unterricht gebastelt.