Absurditäten auf dem Weg zur Arbeit

Dass die Stadt Augsburg die Ackermannbrücke als „für den Verkehr freigegeben“ gefeiert hat, ist nun auch schon wieder 10 Tage her. Leider gilt das nur, solange man tatsächlich über die Brücke fährt. All der Verkehr, der unten durch möchte, oder von unten auf die Brücke auffahren möchte … tja, das zieht sich noch ein wenig. Nicht falsch verstehen: Gerade die neu geschaffenen Auffahrten sind eine großartige Verbesserung, die (endlich) ein wenig für die abgerissene Goggelesbrücke entschädigen. Aber Herrschaftszeiten, wie kann man Kommunikation denn nur immer so verbocken? Kann man eine solche Freigabe-Meldung nicht einfach erst dann herausgeben, wenn auch wirklich alles fertig ist? So als kleine rhetorische Geste, dass man unter „Verkehr“ wirklich alles an Verkehr versteht, was nicht nur auf, sondern an und um und unter der Brücke so stattfindet?

Apropos Kommunikation: Rund um den Bahnhof dominiert derzeit vor allem eine Art von Schild: jene, die das Abstellen von Rädern untersagen möchte. Wer hätte auch schon auf die Idee kommen können, dass Menschen ihre Räder an einem Bahnhof abstellen möchten, selbst wenn dieser eine einzige Baustelle ist. Am abgebildeten Eck zählte ich auf die Schnelle sagenhafte 16 – ja, sechzehn! – solche Schilder. Manche davon erwähnten ehrlicherweise auch „jedwede Fahrzeuge“, aber diese drei Panzer da stehen ja schließlich ganz sicher „nur mal kurz“ da, also ist der Fokus auf die schlimmen Räder selbstverständlich absolut gerechtfertigt.

Eine ganz andere Art Schild – oder Kunst – findet sich seit geraumer Zeit in der Konrad-Adenauer-Allee. Eigentlich will man hier wohl auf Bauarbeiten hinweisen, wozu man freilich keinen anderen Ort auffinden konnte als mitten im Weg (wobei ihr sowieso nicht auf den roten Streifen fahren solltet). Dass aber die Bestückung schier täglich wechselnd herabfällt, werte ich jetzt einfach mal als subversive Kunst.

Zu guter Letzt aber noch eine Absurdität, die mich leider auf einer ganz anderen Ebene auf die Palme treibt: Ich warte an der Kaiserhofkreuzung aus Richtung Hermanstraße bei Rot, um zum Kö hinüber zu fahren. Da kreuzt ein Radfahrer vom Fuß-/Radweg linksseitig aus der Schießgrabenstraße kommend in Richtung Halderstraße, um dort auf dem (linken) Radstreifen auf der Straße weiterzufahren. Dafuq? Solche Gestalten machen das „Radfahrer halten sich eh nie an Regeln“ zwar immer noch nicht richtig, aber halt auch wirklich schwer zu entkräften.

Danke für nix, du Depp.