Richtig abbiegen im Sheridanpark

Sheridan- (und Reese-)Park als zentrale Bestandteile einer Nord-Süd-Achse habe ich dann und wann schon erwähnt. Der Westfriedhof liegt der Achse ein wenig im Weg, eine Umfahrung ist aber nicht weiter kompliziert. Eine passende Beschilderung sucht man aber umsonst. Und auch den passenden Abzweig zur (bald gleich kommenden) Fahrradstraße durch Pfersee muss man bislang erahnen, beschildert ist er (noch) nicht.

Wer ganz und gar allergisch gegen alles nicht-asphaltierte ist, muss sich in Richtung Pferseer Fahrradstraße einen anderen Weg suchen – oder kommt mit vielleicht 20 Metern Kiesweg doch zurecht. Dann allerdings fährt man durch die Otto-Sauler-Straße wirklich stockgerade auf die Treustraße zu und kann ab dort der neuen Fahrradstraße bis über die Wertach folgen.

Im Anschluss daran gewinnt möglicherweise eine für nächstes Jahr geplante Maßnahme eine übergeordnete Rolle:

Der Radweg entlang des Wertachkanals auf Höhe der Kleingartenanlage Perzheimwiese (Abschnitt zwischen Kraftwerk und Luitpoldbrücke) soll von zwei auf drei Meter verbreitert werden. Im momentanen Zustand ist er zu schmal für einen Zweirichtungsverkehr. Die bestehende Ligusterhecke muss gerodet werden. Kosten inklusive einer neuen LED-Beleuchtung: 230.000 Euro.

Mögliche Verlängerung der Fahrradstraße Richtung Bahnhof?

Ob die Stadt mit diesem Weg im Sinn hat, was mir bei diesem Anblick in den Sinn kommt, weiß ich nicht. Ich sehe hier auf alle Fälle eine mögliche Weiterführung der Fahrradstraße zum neuen Bahnhofeingang auf der Westseite. Damit würde sich etwas ergeben, das den Namen „Achse“ langsam tatsächlich verdienen könnte. Die Perzheimstraße ist bislang radstreifen-/weglos und wird dies wohl auch bleiben, dass im Thelottviertel Parkplätze für Radstreifen geopfert werden, scheint unwahrscheinlich (und letztlich auch nicht sinnvoll). Würde man Richtung Bahnhof die Schießstättenstraße nutzen, baut man eine unnötige Steigung ein. Der Weg an den Schrebergärten vorbei bietet sich also als Alternative an, ist nur in seinem jetzigen Zustand (zwei Meter misst er nicht einmal im Ansatz) völlig unzureichend. Dass man ihn zudem beleuchten will, deutet für mich auf eine ernsthafte Nutzung hin. Bliebe als Schwierigkeit „nur“ noch die Überquerung der (viel befahrenen) Perzheimstraße, wo man sicher keine weitere Ampel einbauen möchte, wo sich aber – wenn sich die Fahrradstraße als Verkehrsmagnet erweist – viel Rad- und viel Autoverkehr treffen werden.

Westfriedhofumfahrung

Den Westfriedhof kann man entweder links- oder rechtsherum umfahren – Schilder unterstützen einen bei diesem Unterfangen bislang aber nicht, obwohl die entsprechenden Wege schon lange existieren. Wer etwa rechts herum über die Deutschenbaurstraße ausweichen möchte, dem hilft es nichts, dem Weg durch den Sheridanpark bis zum Ende (Straßenbahnhaltestelle) zu folgen, weil man von der Stadtbergerstraße aus nicht links abbiegen darf. Wer aber zuvor in den John-May/Mittleren Weg abbiegt, kommt von der „richtigen“ Seite an die Kreuzung Stadtberger/Deutschenbaur und kann einfach geradeaus fahren.

Wer lieber links herum fährt (um noch einen Einkaufsstopp einzulegen), biegt an selber Stelle links und bei nächster Gelegenheit gleich wieder rechts ab (und dann wieder links, wieder rechts, nochmal rechts und nochmal rechts – ja, so eine BEschilderung wäre schon hilfreich).

Beiden Wegen ist gemein, dass man ein – mal kürzeres, mal längeres – Stück auf dem Flandernweg zurücklegen muss, welches wiederum auch auf der Liste der Maßnahmen für nächstes Jahr steht:

Der zwischen Westfriedhof und dem Wohngebiet „Supply Center“ gelegene Flandernweg, der Pfersee-Nord und Stadtbergen verbindet, soll asphaltiert werden. Momentan hat der Weg eine Erd-/Kiesschicht, in der sich nach starkem Regen oder Frost Pfützen bilden. Kostenpunkt: 100.000 Euro.

Der Flandernweg soll asphaltiert werden

Dass ich dieses Weges angenommen wird, finde ich ermutigend, weil offenbar die Erkenntnis gewonnen wurde, dass diese wassergebundenen Oberflächen zwar schon meist einen guten Weg abgeben, aber bei ein bisschen Regen schnell unangenehm werden. Und da geht es dann nicht darum, dass die Wege unbefahrbar würden (was bei Eisglätte durchaus sein kann), und nicht einmal darum, welche Arbeit die ständig notwendige Ausbesserung bedeutet. Wenn ich nicht nur die-hard-Radfahrer zum Pendeln bewegen möchte, sondern auch den auf Stock-Photos gern gesehenen Anzugträger, dann muss der Anzugträger auch möglichst ohne völlig versaute Anzughose in der Arbeit ankommen können. Und das ist auf Asphalt allemal wahrscheinlicher.