Jedes blöde Eck kann man durch Parken noch blöder machen

Es ist kein Ruhmesblatt an Kreuzungspunkt: Am Sheridan-Tower treffen sich Panzerstraße, Nestackerweg und B17-Auffahrt in einem Linksknick – und daran Anschluss findet die Gewerbezufahrt zum Sheridanpark. Auf engstem Raum treffen hier ziemlich viele mögliche Fahrtrichtungen zusammen, gekrönt von einer abknickenden Vorfahrt, wo bekanntlich ähnlich enthusiastisch geblinkt wird wie in Kreisverkehren. Wer wo hinfährt ist damit meist erst ersichtlich, wenn es passiert ist. Dummerweise mündet genau in diesen Kreuzungsbereich auch noch ein Radweg.

Radfahrenden stellt sich also einerseits die Frage, ob Verkehr von links kommend auf der Vorfahrtstraße bleibt (und damit für einen irrelevant bleibt) oder ungebremst „abbiegt“, was dank Blinkmuffelei meist darin endet, dass man umsonst abbremst. Zum anderen muss man quer über den Kreuzungsbereich zur Fortsetzung des Radwegs. Diese Fortsetzung wurde inzwischen immerhin so umbeschildert, dass sie tatsächlich nicht mehr (immer) zugeparkt ist, aber damit wäre noch nicht alles erledigt. Noch ist es nämlich legal, am Straßenrand genau an der Einmündung des Radwegs zu parken, da das Halteverbotsschild erst 5 Meter weiter steht. Und schon ist eine unübersichtliche Stelle noch ein wenig unübersichtlicher geworden. Für 1,5 Parkplätze. Selbst ohne einmündenden Radweg darf man sich fragen, weshalb im Kreuzungsbereich jemals das Parken erlaubt war. Und dass dieser PKW im Bild tatsächlich sowieso schon illegal dort steht (abgesenkter Bordstein), darf nicht als Ausrede für den legalen Parkplatz davor sein: Wo einer parkt, parkt immer noch ein anderer, egal ob legal oder illegal. Das lässt sich nun wirklich an fast beliebiger Stelle beobachten. Wer also so nah am Kreuzungsbereich einen Parkplatz schafft, nimmt den Falschparker dahinter und davor schon wissentlich in Kauf.

Weg mit dem Scheiß.