Tropfen. Heißer Stein. Und so.

Nachdem ich darauf hingewiesen wurde, dass sich auf der Ost-West-Achse im Jakobertor etwas getan hat, möchte ich das hiermit auch entsprechend würdigen: Das ehemalige Pflaster wurde auf dem Weg durch das Jakobertor durch eine frische Asphaltdecke ersetzt – ein erheblicher Gewinn bei feuchten Bedingungen. Auch direkt hinter dem Jakobertor wurde der einstige “Zacken” im Radweg begradigt. Wieviel man sich da für den weggefallenen Parkplatz hat anhören müssen, will ich lieber nicht wissen.

Gut, ein wenig mutet das freilich immer noch an, als würde man in einer maroden Hängebrücke die wenigen verbliebenen Holzdielen gegen neue ersetzen – aber nicht die vielen schon fehlenden. Und die Wahl des Radfahrers im letzten Bild mag ein kleiner Fingerzeig sein, was die Akzeptanz des (weiterhin benutzungspflichtigen) Radwegs angeht. Aber trotzdem ganz ironiefrei: Danke.

Das muss nicht sein

Jaja, Einsatzfahrzeuge, Sonderrechte, blablabla. Aber in einer Kurve parken und damit die Stelle komplett unübersichtlich zu machen und Konflikte herbeizubeschwören ist und bleibt Deppenparken. Wie wäre es mit einer Richtlinie seitens der *husthust*Fahrrad*hust*Stadt, wie sich die eigene Flotte an Baustellenfahrzeugen bitte sehr zu verhalten hat, Baustelle hin, Baustelle her? Wie wäre es damit, bei unumgänglichen Engstellen den Radverkehr auf die Straße zu leiten/umzuleiten, wie das bei einer Einschränkung des PKW-Verkehrs völlig selbstverständlich wäre?

Kreuzung, the radfreundlich way

Etwas aus der Kategorie: so muss ich fahren, so will ich fahren. Rot eingezeichnet ist der momentan vorgesehene Weg für Radfahrer – weg von der Straße, rechts auf den Gehweg. Das könnte einem noch entgegen kommen, falls man zufällig eh rechts die Haunstetterstr. hoch will. Für alle Geradeaus- und Linksabbieger hingegen …

Geradeaus liegt pikanterweise Augsburgs einzige (?) Fahrradstraße. Angenehmer wäre es hierfür, die Radspur würde (gelb eingezeichnet) einfach weitergeführt. Eine eigene Radampel ist bereits vorhanden – man müsste sie nur ENDLICH einmal so einstellen, dass sie dem Radverkehr auch einen kleinen Headstart gibt (tut sie nicht). Dann hätte man etwas Vorsprung und könnte sich zur nächsten Ampel einordnen.

Aber warum nicht noch weiter denken? Wie wäre es mit einem Radbereich über die komplette Breite der Straße (grün)? Radfahrer können sich hier je nach gewünschter Route einordnen. Wer rechts will, steht rechts, geradeaus mittig, und wer links in die Stadtmitte will, stellt sich links hin. Die Radampel gibt den Radfahrern etwas Vorsprung und schon stehen sie an der nächsten Ampel (wieder in einem entsprechendem Bereich) perfekt eingeordnet und können vor dem PKW-Verkehr (wieder mit Vorsprung) in die entsprechende Richtung los.

Zugegeben, das funktioniert vor allem dann, wenn man bei rot an die Ampel kommt. Aus dem fließenden Verkehr heraus ist das Einordnen entsprechend schwierig (bis unmöglich). Dann bliebe aber immer noch die eventuelle gelbe Radspur (geradeaus) und die bisherige Routenführung (wenn ein Radweg nämlich keine Pflicht, sondern ein Angebot wäre).

Aber ach. Wir reden über eine Kreuzung, die es noch nicht einmal fertig bringt, die vorhandene Radampel ein paar Sekunden früher grün zu schalten (und sowohl eine Radampel als auch eine Fußgänger/Radfahrer-Kombiampel aufweist).

Unsafe release

That’s what I call: unsafe release. Wenn man ganz leise ist, kann man das *puff* hören, in dem sich der Radweg in Wohlgefallen auflöst um den/die RadfahrerIn unvermittelt auf die Straße oder wahlweise auch die Bushaltestelle zu entlassen.

Einen Bonus-Award gibt es für das Straßenverengungsschild, das den FußgängerInnen auf dem Trampelpfad rechts im Bild (ja, die FußgängerInnen hat man hier noch mehr vergessen als die Radfahrer) irgendetwas mitteilen möchte, man weiß nur nicht genau, was.

Geradeaus. Einfach geradeaus.

Die Stadt und ich haben unterschiedliche Auffassungen von “geradeaus”. Wobei mir am Foto auffällt, dass das Radwegschild fehlt? Das hat doch einer von euch abmontiert, oder?