Ampelfrage

Heute mal wieder eine Frage an die Regelexperten – denn Lichtzeichen sind mir oft die größten Rätsel:

Zwei Bilder, eine Kreuzung. Bei beiden Übergängen sind zwei Furten auf die Fahrbahn gemalt, aber einmal zeigt die Ampel Radfahrer und Fußgänger an, einmal nur Fußgänger.

Hat das jetzt verkehrsrechtlich irgendwelche Auswirkungen? Ist eine Ampel ohne Radfahrer-Symbol für Radfahrer tabu oder ist das völlig irrelevant oder wird das eh nur gewürfelt oder stechen Furten Ampeln oder andersrum oder wie überhaupt?

Nord-Süd-Achse bzw. Altstadtring

Wenn wir schon bei Umbauwünschen sind: Am Vogeltor muss wirklich (endlich) was passieren. Es mag ja aufgrund des Platzmangels kompliziert sein, aber wo ein Wille ist …

Ich bin überzeugt, es ließe sich, wie im Bild grob angedeutet, sowohl ein Teil vom Gehweg (der momentan ein benutzungspflichtiger Geh-/Radweg ist) als auch ein Teil der PKW-Spur abzwacken, um auf der Fahrbahn zumindest einen Schutzstreifen, wenn schon keine Radspur anzulegen.

Sicher wären auch noch wesentlich großartigere Lösungen möglich. Wo ein Wille ist …

Geradeaus in 90° Ecken

Dass die Luitpoldbrück nochmal umgebaut wird, davon träume ich in meinen euphorischsten Träumen nicht mehr, aber vielleicht wird ja einmal die anschließende Kreuzung mit der Perzheimstraße einmal renoviert? Falls ja, dann wünsche ich mir, nicht weiter in 90°-Ecken geradeaus geleitet zu werden. Danke.

PS: Weil das sicher erst in drölfundzwanzig Jahren geschieht, könnten wir zumindest mal die Straßenmarkierung erneuern?

Safe release

DAS ist ein safe release vom Radweg auf die Fahrbahn! Wenn man meckern wollte, dann höchstens, dass hier soviel Platz ist, dass man das auch ohne Verengung der Fahrbahn auf ein Maß geschafft hätte, bei dem keine zwei Autos mehr aneinander vorbei passen.

Bloß nicht im Weg stehen. Dem Autoverkehr zumindest.

Hier muss ein sehr beliebtes Geschäft sein, oder die Anwohner haben auf ihren 1000-qm-Grundstücken keine Garagen – hier parken jedenfalls fast täglich mehrere Personen ihre Fahrzeuge. Wobei sie, und das ist das erwähnenswerte, sich ja nicht gedankenlos in den Weg stellen. Alle achten darauf, dass sie bloß nicht auf der Straße stehen.

Mir wäre keine Beschilderung aufgefallen, die das Parken hier verböte: innerorts, 30, kein Mittelstreifen, kein Halteverbot, mittelbreite Straße, genug Platz für Ausfahrten. Aber: es wäre natürlich schon unbequem für den Autoverkehr, wenn dort auf der Straße geparkt würde. Man müsste bei Gegenverkehr halten.

Also parken eben alle im Grünstreifen und zur Hälfte auf dem Geh-/Radweg – der übrigens als Radweg für beide Fahrtrichtungen herhalten muss. Das ist zwar auf alle Fälle verboten, unabhängig davon, ob ich irgendein Parkverbotskriterium auf der Straße übersehen habe. Aber ist ja egal. Hauptsache auf der Straße wird keiner gestört. Wen interessieren da schon Kinderwagenschieber oder Radfahrer.

Fuck. You.

Geht doch

Wer erinnert sich noch an einen der allerersten Einträge? Beschilderung und Markierungen an besagter Stelle waren, na, sagen wir mal, eigenwillig. Aber man sage nicht, die Stadt Augsburg sei nicht lernfähig und wir würden es nicht honorieren: An der Stelle wurde nachgebessert! Die Radwegmarkierung (samt Beschilderung) auf dem Gehweg wurde entfernt, stattdessen wurde sogar ein Schutzstreifen auf der Fahrbahn eingezeichnet. Und der anschließende Radstreifen, der vormals sinnlos am Gehweg begann, setzt nun korrekt den neu geschaffenen Schutzstreifen fort. Geht doch! Vielen Dank (und ich bilde mir jetzt ein, mein Gemecker hätte geholfen ;).

Parkplätze auf Straßen schaffen ist wie …

Wieder was für thingsonbikelanes-aux, aber insbesondere einer für die Stadt Augsburg: BAUT DIE PARKBUCHT DIREKT HINTER DER KAISERHOFKREUZUNG ZURÜCK!

Diese Parkbucht befindet sich kaum 5 Meter hinter dem Kreuzungspunkt und bietet Platz für ein (1!) Auto. Aber – Überraschung! – hier stehen regelmäßig drei P/LKW. Und spätestens der dritte blockiert dann in variierenden Anteilen sowohl Straße als auch Radweg. Dabei ist es völlig egal, ob das ein Lieferdienst ist (ein eigenes Thema), oder ein Getränkelieferant oder ein SUV oder ein Smart. Das ist verkehrsgefährdend. Regelmäßig muss der PKW-Verkehr hier in die Gegenfahrbahn, um an den Deppenparkern vorbeizukommen.

Wie las ich so schön auf Twitter: “Neue Parkplätze auf Straßen schaffen ist wie Tauben füttern”. Wo ein Parkplatz, da ein Parker. Wo einer parkt, parken noch welche, egal ob noch Platz ist oder nicht. Was macht schon “ein bisschen” über die Linie. Ist doch nicht so wild.

Liebe Stadt. Zum einen: kontrolliert hier. Ist eine sichere Einnahmequelle. Zweitens: Baut die Parkbucht zurück. Ein Parkplatz 5 Meter hinter einem stark frequentierten Kreuzungsbereich ist für ALLE eine saudumme Idee. Das ist pure Anstiftung zum Fehlverhalten.

Am Holzbach auf dem Holzweg *tuschbitte*

Lieber die Fahrbahnnutzung untersagen und Radfahrer auf die linke Straßenseite zwingen, als vielleicht den PKW-Verkehr in der Unterführung auf Tempo 30 auszubremsen. Wo der Radler dann schieben soll, weil ein schiebender Radfahrer bekanntlich so viel weniger Platz benötigt wie einer, der auf seinem Rad sitzen bleibt (weil ebenso bekanntlich im Schritttempo fahren vollständig und komplett unmöglich ist).

Verordnetes Geisterradeln an der Uni

Aus der beliebten Reihe “Keine Ahnung, woher diese Geisterradler kommen, aber lass uns hier mal völlig grundlos den Radverkehr auf die linke Straßenseite leiten”: die Universitätsstraße. Vom Messegelände aus kommend muss die Friedrich-Ebert-Straße überquert werden. An der Ampel steht man gefühlte 10 Minuten. Aber – es gibt ja diese schöne Brücke. Kann man da nicht …? Kann man schon, aber beschildert ist sie als Fußweg (Bild 1, Bild 2 von der anderen Seite aus gesehen). Das mag zu Messezeiten noch ganz sinnvoll sein, aber generell? Der Fuß-/Radweg zur Kreuzung ist gar nicht ausgeschildert, Radler dürften also auch auf der Fahrbahn fahren – was nach der Kreuzung interessant wird.

Hat man die Kreuzung überquert, geht es auf der rechten Seite aber gar nicht weiter (Bild 3). Der Weg neben der Straße ist als Fußweg beschildert und ein Verbotsschild untersagt die Benutzung der Fahrbahn – ein seltener Fall, der mir sonst nur vor Tunneln oder auf (schnellen) Umgehungsstraßen unterkommt.

Also wieder rüber über die Kreuzung und links an der Straße entlang (Bild 4). Dort muss man erst an der Einmündung Hannah-Arendt-Str. vorbei und in der Folge an mehreren Parkplatzausfahrten. Alles auf Anordnung schön in der falschen Fahrtrichtung. Führe man auf der Fahrbahn, gäbe es abgesehen vom Messeparkplatz KEINE EINZIGE Einmündung.

Da eine Benutzungspflicht nach jeder Einmündung neu beschildert gehört, hört die Benutzungspflicht genau genommen nach der dritten oder vierten Parkplatzausfahrt auf, weil man da offensichtlich das Schild vergessen hat (Bild 5).

Nur wenig später wird der Weg aber endgültig zum Fußweg, der nur noch für Radler freigegeben ist (Bild 6). Spätestens jetzt darf der Radler also wieder auf die Fahrbahn (deren Benutzung 300 Meter vorher noch per Verbotsschild untersagt war).

What the fucking fuck? Wo liegt hier die Notwendigkeit begründet, Radfahrer auf die linke Straßenseite zu leiten und ihnen die Benutzung der Fahrbahn explizit zu untersagen? Warum muss man hier einmal mehr die Ausnahme etablieren, dass man auf der linken Straßenseite fahren darf/soll/muss? Warum führt man Radverkehr mutwillig an zahlreichen Einmündungen vorbei, wenn die einfachste aller Alternativen, die Freigabe der sehr sehr breiten Fahrbahn, ALLE diese Einmündungen vermeiden könnte?