Im Dunkeln

Eigentlich kann ich Fahrten im Dunkeln nicht so viel abgewinnen, aber das war schon sehr lustig heute abend. Wertach eben.

Ups.

Wenn man vom Arbeitsweg abkommt. Ihr kennt das.

Winter

Beginnen wir heute mal mit dem rundweg Positiven.

Waaaaah!

Back to normal

Augsburg hüllt sich wieder in Nebel, aber das hat doch auch was. Happy commuting everybody!

bike2work

Kalt? Und wie. Aber halt auch wahnsinnig schön.

Wo man neben parkenden Autos fahren sollte?

Lasst euch ja nie erzählen, ihr würdet „zu weit in der Mitte“ fahren.

1,4 Meter Platz – klingt doch gar nicht mal wenig? Bis eine Tür aufgeht.

Das Ausweichmanöver im gezeigten Fall war nicht weiter wild – die Tür ging langsam auf, es war vergleichsweise lange abzusehen, dass der Fahrer nicht schauen wird, die Straßenverhältnisse waren trocken. Doch es war jeder Zentimeter bis zu den Tramgleisen notwendig, um an der Tür vorbeizukommen. Nasse Straße, Wind? Gleich sieht es anders aus. 1,4 Meter sind in diesem konkreten Fall neben den Gleisen befahrbar – breiter als viele Schutzstreifen. Den zusätzlichen Abstand zur Parkreihe durch die Pflastersteinreihe gibt es auch nicht überall – sind wir schon bei 1,6 Meter Platz, was den Abstand zu parkenden Autos angeht.

Es darf nun jeder seine/ihre eigenen Schlüsse ziehen, wie viel „Schutz“ Schutzstreifen – zumindest entlang Längsparkreihen – bieten und wie sinnvoll der Vorwurf an Radfahrer ist, man sei „zu weit in der Mitte“ gefahren.

Herbst!

  1. Get on your bike.
  2. Enjoy.
  3. There’s no step three.

*Hach*

Es ist ruhig, es riecht nach Herbst, man trifft mehr Eichhörnchen als Verkehr, die Reifen summen über das Laub. Ich liebe meinen Arbeitsweg.

Mein Viertel ist so toll, hier kann man überall parken.

Sollte es tatsächlich jemanden geben, der sich noch nie bei einer Parkplatzsuche geärgert hat, der/die kennt zumindest jemanden, der/die über die Parkplatzsituation schimpft. Fehlende Parkplätze sind wahrscheinlich ein fast so universelles Smalltalk-Thema wie es das Wetter ist. Will man nun irgendwo, aus welchen Gründen auch immer, Parkplätze streichen, so ist der Aufruhr vorhersehbar.

Read More

Neues Viertel, alte Leier.

Hat im Retortenviertel auf dem ehemaligen Hasenbräugelände nicht jedes Haus eine Tiefgarage? Wieso kann und muss es dann konzeptionell zu solchen Straßenzügen kommen? Den Zetteln in den Autos nach zu urteilen sind das alles Anwohner mit Parkausweis?

Quo vadis, Fahrradstadt 2020?

Quo vadis, Fahrradstadt 2020? Vor knapp einem Jahr habe ich das schon einmal gefragt. Und wenn ich es mir heute nochmals durchlese, bin ich versucht, einfach nur das Veröffentlichungsdatum zu aktualisieren. Was ist im letzten Jahr passiert? Wenn ich nun „Nichts“ sage, wäre das eine tiefgreifende Beleidigung der Arbeit vieler Personen in der Stadtverwaltung, was ganz und gar nicht meine Absicht ist. Aber wenn ich aus dem Stegreif antworten müsste, mir fiele nichts Bemerkenswertes ein. Auch hier spielt die Erinnerung sicher einen Streich und blendet einfach aus, was man doch schon lange als überfällige Maßnahme angesehen hat.

Aber es bleibt eben doch der überwältigende Eindruck: Nichts. Es ist nichts passiert. Nichts von einschneidender Bedeutung. Nichts, was am Status Quo rütteln könnte. Nichts, was in der Lage scheint, dem ausgegebenen Ziel der Fahrradstadt 2020 näher zu kommen. Nicht in der öffentlichen Wahrnehmung zumindest. Ich schrieb vor einem Jahr:

Eine Aussage wie „wir bauen wenn möglich 2m breite Radwege“ ergibt in meinen Augen nur Sinn, wenn das „wenn möglich“ ehrlich definiert wird. Denn 2m breite Radwege sind immer *möglich*, nur nicht immer *gewollt* (manchmal auch völlig zurecht). Mal ist man nicht bereit, bestehende bauliche Umstände zu ändern. Mal will man den PKW-Verkehr nicht einschränken. Beides kann aus verschiedenen Gründen völlig sinnvoll sein. Aber wo ist der Schwellenwert? Wann überwiegt der Wille zu einer idealen Radlösung die Bedürfnisse des MIV und/oder anderer Verkehrsarten – und wann nicht? Letzteres dürfte der Knackpunkt sein und die Ernsthaftigkeit der Bemühungen definieren.

Und gestern konnte man dieses in der DAZ lesen:

Auf der zurückliegenden Bauausschusssitzung am vergangen Donnerstag standen zwei Radweg-Projekte auf der Tagesordnung. Das erste Projekt betrifft die Verlängerung der Äußeren Neuburgerstraße in der Firnhaberau. Das zweite Projekt behandelt die Deutschenbauerstraße. Bei beiden Projekten sollten beidseitig Fahrradschutzstreifen eingezogen werden. Nach zäher Diskussion stimmte der Bauausschuss dem ersten Projekt zu. In Sachen Deutschenbauerstraße wurde der Verwaltungsvorschlag von der CSU und der SPD vertagt, indem er in den Umweltausschuss verwiesen wurde. […] Das Projekt wurde mit dem Hinweis vertagt, im Umweltausschuss eine Durchquerungsmöglichkeit des Westfriedhofs für Radler zu prüfen, um eine sichere Verbindung Pfersee/Sheridan/Reese/Kriegshaber schaffen zu können.

Wo liegt er also, der Schwellenwert? Wir reden hier vom Anlegen von Schutzstreifen, der jämmerlichsten aller radspezifischen Markierungen. Wir reden von zwei Straßenzügen, die im Gesamtbild irgendwo im unteren Wichtigkeitsdrittel angesiedelt sind. In der Neuburger Straße geht es, wenn ich nicht irre, um einen Abschnitt jenseits der Hans-Böckler/Mühlhauser Straße (in der Hammerschmiede, nicht wie im Artikel vermerkt der Firnhaberau). Dort ist die Neuburger noch nicht die große Einfallstraße. Ein Schutzstreifen kann dort den fließenden Verkehr kaum beeinträchtigen. Eher sind potenzielle Auswirkungen auf Parkplätze vorstellbar. „Zähe Diskussionen“ waren von Nöten. Aha. In der Deutschenbaurstr. ist die Verkehrsbelastung sicher ähnlich gering. Auch hier kann es höchstens um Parkplätze gehen. Da möchte man also Radler lieber durch einen Friedhof leiten – was man aus guten Gründen ablehnen kann und was just dieser Umweltausschuss sowieso schon ad acta gelegt hat – statt ihnen etwa 100 Meter weit einen Schutzstreifen zu gönnen? Denn wenn es um die Verbindung der Sheridan- und Reese-Kaserne geht, dann ist die Deutschenbaurstr nur bis zum Abzweig Ulrich-Schwarz-Str relevant. Dass man über ein solch kurzes Stück mit einem albernen Schutzstreifen überhaupt streiten muss, ist an Armutszeugnis nicht zu überbieten.

Ich bin es leid, der Stadt Kredit geben zu müssen für all die Arbeit, die intern verrichtet wird, um irgendwann bestimmt vielleicht einmal etwas zu Wege zu bringen. Um dann auf Nebenschauplätzen bereits „zähe Diskussionen“ und „Vertagungen zu xy“ ertragen zu müssen.

Es.

passiert.

nichts.

2011 wurde die Idee für das Projekt gefasst. 2020 wurde als Ziel gesetzt. Die Ziele sind vergleichsweise konkret (auch wenn es der Weg dorthin nicht ist). Wir schreiben das Jahr 2016. Mehr als die Hälfte der Zeit ist um.

ES.

PASSIERT.

NICHTS.

Ein paar Schutzstreifen hier, ein paar … Schutzstreifen dort. Absichtserklärungen en masse. Und dann doch wieder der alte Denk-Beton in den entscheidenden Gremien. Auf einem Niveau, auf dem wir noch gar nicht über einschneidende Veränderungen des Verkehrsgefüges reden. Sondern über größtenteils kosmetische Veränderungen als potenzielle Vorboten einer sich potenziell ändernden Auffassung von städtischem Verkehr.

Aber wo ist der Schwellenwert? Wann überwiegt der Wille zu einer idealen Radlösung die Bedürfnisse des MIV und/oder anderer Verkehrsarten – und wann nicht?

Ich sehe nicht, dass sich dieser Schwellenwert im letzten Jahr bewegt hätte.

Entrumpelung

Zurück in Augsburg, was dürfen meine Äuglein sehen? Die Heilig-Grab-Gasse ist mittlerweile auch wieder freigegeben und mit dem unrumpeligen Pflaster versehen. Wann, oh bitte wann, kommen entsprechende Spuren in der Maxstraße?

Auf der Suche nach einer Tour?

 

Die hier kann ich wärmstens empfehlen.

Von Bad Tölz zum Sylvensteinspeicher, rüber zum Walchensee und durch das Jachenau-Tal zurück. Besonders der Abschnitt auf der Mautstraße Vorderriß-Wallgau an der Isar entlang ist atemberaubend. Man könnte auch in Lenggries starten/enden, dann bleiben noch rund 75km übrig. Die Höhenmeter verteilen sich unauffällig, das stellt denke ich niemanden vor Probleme. Wer mehr hm sucht, kann ja den Walchensee umrunden, zum Kochelsee runter und wieder hochfahren 😉

Radverkehrspolitik versus Realität

Neben einem Blick auf das, was möglicherweise in Augsburg zum Masterplan der Fahrradstadt-Maßnahmen wird, schlugen dieser Tage zwei weitere Links auf, die meine derzeitige Radpolitikverdrossenheit verstärken.

Read More

Augsburg vs. München

Am Wochenende war ich (mit Zug und ÖPNV, by the way, tiefenentspannt) in Radlhauptstadt München Stadtzentrum unterwegs. Nach den ersten Schritten raus aus der U-Bahn habe ich gefühlt schon mehr RadfahrerInnen gesehen als in Augsburg in einem ganzen Monat.

Read More

Fahrradalltag

Wer ein wenig Fahrradthemen verfolgt, wird in den letzten Tagen über #Fahrradalltag gestolpert sein (wer nicht, das war der Auslöser). Dem Auslöser entsprechend finden sich unter diesem Hashtag seither praktisch alle kleinen und großen Ärgernisse des Radalltags (wie ich sie ja auch sammle und schildere). Das ist gut und wichtig.

So wichtig, wie es mir daher auch ist, zu zeigen, was Fahrradalltag eben auch ist. Sogar vor allem ist – für mich. Dürfte ich meinem Radalltag nur eine Charakteristik zuweisen, es wäre dieses Video. In diesem Video passiert absolut nichts. Danke, Stadtwald, dass du es mir so einfach machen kannst.

1. Augsburger Radlnacht

Diesen Sommer wird es die 1. Augsburger Radlnacht geben. Wie das mit Werbung eben so ist: Alle denken, es beeinflusst sie nicht, tut es nachweislich jedoch in der Masse trotzdem. Der Gegenwert solcher Aktionen bleibt schwer bezifferbar, aber mit 90.000 Euro kann man definitiv sinnloseres veranstalten.

Freilich hilft alle Werbung nichts, wenn nichts Substanzielles dahinter steckt bzw. folgt. Selbst wenn viel grundsätzliche Arbeit in Richtung Fahrradstadt geleistet wird, so mangelt es bislang an sichtbaren Fortschritten, die auch jenen deutlich werden, die sich nicht gerade intensiv mit dem Thema beschäftigen. Ein solcher Aktionstag kann das Thema ins Bewusstsein bringen und dafür sensibilisieren (der bekannte Effekt: man erfährt etwas über XY, das man vorher überhaupt nicht wahrgenommen hat, und danach sieht man XY plötzlich überall). Hier liegt natürlich auch ein Druck verborgen: Folgt dieser Aktion (wieder) nichts, verpufft der Effekt oder kehrt sich sogar ins Gegenteil um („aha, alles nur heiße Luft, Hauptsache einen Tag den Radfahrer raushängen lassen und dann wieder Autostadt bauen“).

Events mit dem Rad im Mittelpunkt – oder generell: mit Mobilität abseits des Autos – sind absolut überfällig und da wäre noch viel viel mehr denkbar. Doch all dem muss endlich Sichtbares folgen. Nicht nur hier ein Schutzstreifen und da eine Fahrradampel. Vor allem ein Konzept, ein nachvollziehbarer Plan, eine Vision, die konkreter wird als „soundsoviel Radanteil im Jahr x“.

Lieber Stadtmarkt …

… das, was du „Rad’l Parkplatz“ nennst, raubt mir regelmäßig einen Teil der Lust, dich zu besuchen. Es sind zu wenig Plätze. Es ist zu eng, mit Hänger passe ich überhaupt nicht hin. Die Radständer waren anno 1735 schon Mist. Dass ich beim Absperren einem LKW und fünf Transportern Platz machen muss, steigert das Willkommensgefühl auch nicht recht.

Dass ich sogar einen REWE-Markt als Gegenbeispiel heranziehen muss: Schau mal, was die auf dem Raum von zwei PKW-Stellplätzen (direkt am Eingang) hinbekommen. OK, gut, immer noch zu wenig, was die Auslastung zu einer untypischen Einkaufszeit belegt. Aber hey – hier fühle ich mich willkommener als bei dir.

Seite 3 von 6123456