rad[irr]wege

Der Weg ist auch das Ziel

2. Augsburger Radlnacht

Mit Veranstaltungen ist das so eine Sache. Wie man sie empfindet, hängt wohl auch ein gutes Stück davon ab, was man sich davon erwartet. Man könnte auf eine Demo gehen und danach enttäuscht sein, dass keine direkten politischen Konsequenzen folgen. Das spräche dann aber eher für eine übertriebene Erwartungshaltung denn gegen eine gelungene Demonstration.

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Stau auf leerer Straße

Wieviele Radfahrer braucht es, um das Helio-Eck zur Viktoriastraße zu überlasten?

Samstag, 22:45 Uhr. Stau. Danke für nichts.

Tempo 30 aus heiterem Himmel

Was (offenbar) nicht alles geht, wenn man es (offenbar) nur will. Während Stadtbergen in der Leitershofer Straße an einer Stelle mit „Vorsicht Kinder“-Gefahrenzeichen keine rechtliche Grundlage mehr für ein Tempo-30 Schild sah und es abmontierte und Augsburg weder in der Pferseer Unterführung noch am Jakobertor die Notwendigkeit sieht, ein reduziertes Tempo anzuordnen, ist die Bergheimer Straße in Inningen seit gestern auf eben jenes Tempo 30 beschränkt.

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Gut macht ihr das

Eine Anmerkung dazu: In der Stadtradeln App könnt ihr in der Karte auf die Pins tappen und diese ggf. bestätigen. Dazu einfach links oben auf das Plus-Zeichen tappen. Also nicht damit zufrieden geben, dass eine Stelle bereits gemeldet ist, sondern ihr zusätzlich Gewicht verleihen!

Falschparker: zweierlei Maß

Bei Radfahren in Stuttgart zu lesen:

Das Foto vom Fahrrad, dass neben dem Radstreifen auf der Fahrbahn parkte, wurde vielfach geteilt und belacht. Ein Kölner Kommunalpolitiker wollte darauf aufmerksam machen, wie oft Autos auf Radstreifen stehen, weil ihre Fahrer nur kurz was besorgen wollen.

und

Der Stern ist auf seiner online-Seite der Frage nachgegangen, was Radfahrenden passiert, die ihr Fahrrad auf einer Haupstraße so abstellen, dass sie damit den Autoverkehr ausbremsen und zum Ausweichen auf die andere Spur zwingen. Im Artikel wird die Einschätzung vertreten, dass ein Radfahrer dann nicht wegen eines Parkvergehens nur 20 Euro zahlt, sondern wegen gefährlichen Eingriffs in den Staßenverkehr mit einer empfindlichen Strafe zu rechnen hätte

Ordnungswidrigkeit versus Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr. Zweierlei Maß indeed.

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Video-Link: https://youtu.be/ED4oD5tkLKI

Helio, oh Helio

Können sie es nicht besser, wollen sie nicht, oder was ist los? Ob „sie“ dabei die Verantwortlichen bei der Stadt Augsburg sind oder diejenigen, die an der Baustelle am Heliocenter letztlich für die Beschilderung verantwortlich sind, ist dem gemeinen Radfahrer und Fußgänger letzten Endes völlig egal – leben müssen sie mit dem Unsinn so oder so.

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RADar!

Scheinbar hat sich Augsburg nun doch endlich getraut, das RADar! zu nutzen? Die Anwendung, ursprünglich als Teil des Stadtradelns gestartet, mittlerweile optional aber auch darüber hinaus nutzbar, soll es einfacher machen, Problemstellen zu markieren und der Stadt direkt mitzuteilen. Einfach einen Pin setzen, fertig. Bislang aktivierte Augsburg den während des Stadtradelns für die Kommunen kostenfreien Service nicht, wohl aufgrund des hohen erwarteten Aufwands, das Feedback zu verarbeiten.

10.000

490 Tage und 10.000 Kilometer später macht das Trondheim immer noch genau das, was es tun sollte: nicht auffallen. Es fährt, schaltet*, lenkt und bremst**, steht im Regen und meckert trotzdem nicht. Eine gebrochene Speiche, ein Platten, zweimal die Alfine fetten lassen, das war es im Großen und Ganzen.

Vielen lieben Dank auch an den Dynamo Fahrradladen für die Abstimmung des Rahmens vor dem Kauf und für den erstklassigen Service.

* der eingefrorenen Schaltung an einigen Wintertagen wird im nächsten Winter versucht entgegenzuwirken, mal sehen. Wäre ein Minuspunkt, wenn sich das wiederholt.
** im Gegensatz zu den Magura-Bremsbelägen halten die Kool Stop Beläge nun schon viel länger, allerdings sind sie bei Nässe (lies: etwas stärkerer Regen) besorgniserregend schlecht. Beste Freunde sind die Magura und ich noch nicht geworden, scheint aber alles lösbar.

Was zur Hölle …?

Ist denn was im Trinkwasser? Ok, in der Pferseer Unterführung wird stadtauswärts die Beleuchtung überprüft/ausgetauscht/whatever. Das klingt immerhin, als wäre das schnell überstanden. Dazu wird ein Gerüstdingsie benötigt, das tatsächlich den Gehweg blockiert. Außerdem scheint ein Arbeiter auch dann und wann mal auf die Fahrbahn treten zu müssen.

Offensichtlich genug, um zu dieser Beschilderungsnotwendigkeit zu greifen: Man sperrt den Gehweg sowohl für Fußgänger als auch Radfahrer. Wobei man offensichtlich auch keine Radfahrer auf der Fahrbahn haben möchte – das soll wohl das Durchfahrt verboten Schild (VZ250) in der Ableitung bedeuten (das absurderweise für Fahrzeuge jeder Art gilt, ob so mancher Autofahrer wohl auch leicht irritiert ist?)

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Ist das Kunst oder kann das weg?

Diese Beschilderung wäre in Fahrtrichtung ja schon quatsch, aber in Gegenrichtung aufgestellt wird sie tatsächlich noch absurder und überflüssiger. Kann man Baustellenbeschilderern nicht endlich einmal beibringen, dass sie linksseitig nichts für Radfahrer beschildern müssen, weil diese dort überhaupt nicht fahren dürfen?

Getting (the wrong) shit done

Weißt du, Augsburg, ich fordere ja dann und wann simples Getting Shit Done für die #Fahrradstadt2200, und Markierungen erneuern fällt genau in diese Kategorie. Aber was in aller Welt hat euch denn am Oberen Graben geritten? Hier kann man wirklich vieles machen, aber „Markierung erneuern“ ist das allerletzte davon*.

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Der Siebentischwald

Wenn es eine Strecke gibt, die ich liebe, die mich zugleich aber auch zur Verzweiflung treibt, dann die durch den Siebentischwald (Siebenbrunner Straße, Spickelstraße, Ilsungstraße) und in Verlängerung davon die Fahrradstraße Dr.-Ziegenspeck-Weg/Professor-Steinbacher-Straße. Von der Strecke durch den Stadtwald habe ich schon oft genug geschwärmt: kein nennenswert weiterer Weg verglichen mit der Haunstetter Straße, keine Ampeln bis zum Roten Tor, kein Lärm, kein Abgasdreck, keinerlei Kraftverkehr (ausgenommen Forstarbeit).

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Ferienzeit ist Baustellenzeit

Heißt es zumindest. Also, wo sind sie denn, die Baustellen der #Fahrradstadt2200? In der Neuburger Straße, stadtauswärts den Radstreifen verlängern, stadteinwärts überhaupt erst einen anlegen? Nein. In der Donauwörther Straße*, den Radstreifen verbreitern? Nein. In der inneren Donauwörther Straße einen anlegen, zumindest stadteinwärts, wo schon heute Platz wäre? Nein. An der Kreuzung und am Kreisverkehr am Ende der Donauwörther Straße (Richtung Gersthofen)? Nein. In der Jakoberstra… hahahahahaha. Nein. In der Langenmantelstraße, Umwandlung der vier Fahrtstreifen in zwei? Nein, natürlich auch nicht. Wie hätte man auch auf die Idee kommen können, die Zeit zwischen den beiden Plärrerterminen, zu denen auf der Plärrerseite eine Fahrspur sowieso gesperrt und das Tempo auf 30 beschränkt ist, für einen Umbau zu nutzen.

Aber sich für eine 4+ im Fahrradklimatest auf die Schulter klopfen. Sich auf eine minimalinvasive Radlnacht freuen, die wie nichts anderes symbolhaft für den Zustand der sichtbaren Fahrradstadtmaßnahmen stehen könnte: Nur nicht auffallen.

Wieviele Randsteine hätte wohl ein Steinmetz in zwei Ferienwochen abflachen können? Es müssten ja nicht einmal die großen Revolutionen sein. Aber das Personal reicht offenbar nicht einmal für „getting shit done“. Joa. Ist ja erst Juni. 2017. Wir wollen mal nichts überstürzen.

*Coca-Cola-Kreuzung wird gerade frisch markiert – vielleicht malen sie ja von dort aus die Donauwörther Straße weiter. Die Hoffnung stirbt zuletzt.