rad[irr]wege

Der Weg ist auch das Ziel

Was zur Hölle …?

Ist denn was im Trinkwasser? Ok, in der Pferseer Unterführung wird stadtauswärts die Beleuchtung überprüft/ausgetauscht/whatever. Das klingt immerhin, als wäre das schnell überstanden. Dazu wird ein Gerüstdingsie benötigt, das tatsächlich den Gehweg blockiert. Außerdem scheint ein Arbeiter auch dann und wann mal auf die Fahrbahn treten zu müssen.

Offensichtlich genug, um zu dieser Beschilderungsnotwendigkeit zu greifen: Man sperrt den Gehweg sowohl für Fußgänger als auch Radfahrer. Wobei man offensichtlich auch keine Radfahrer auf der Fahrbahn haben möchte – das soll wohl das Durchfahrt verboten Schild (VZ250) in der Ableitung bedeuten (das absurderweise für Fahrzeuge jeder Art gilt, ob so mancher Autofahrer wohl auch leicht irritiert ist?)

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Ist das Kunst oder kann das weg?

Diese Beschilderung wäre in Fahrtrichtung ja schon quatsch, aber in Gegenrichtung aufgestellt wird sie tatsächlich noch absurder und überflüssiger. Kann man Baustellenbeschilderern nicht endlich einmal beibringen, dass sie linksseitig nichts für Radfahrer beschildern müssen, weil diese dort überhaupt nicht fahren dürfen?

Getting (the wrong) shit done

Weißt du, Augsburg, ich fordere ja dann und wann simples Getting Shit Done für die #Fahrradstadt2200, und Markierungen erneuern fällt genau in diese Kategorie. Aber was in aller Welt hat euch denn am Oberen Graben geritten? Hier kann man wirklich vieles machen, aber „Markierung erneuern“ ist das allerletzte davon*.

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Der Siebentischwald

Wenn es eine Strecke gibt, die ich liebe, die mich zugleich aber auch zur Verzweiflung treibt, dann die durch den Siebentischwald (Siebenbrunner Straße, Spickelstraße, Ilsungstraße) und in Verlängerung davon die Fahrradstraße Dr.-Ziegenspeck-Weg/Professor-Steinbacher-Straße. Von der Strecke durch den Stadtwald habe ich schon oft genug geschwärmt: kein nennenswert weiterer Weg verglichen mit der Haunstetter Straße, keine Ampeln bis zum Roten Tor, kein Lärm, kein Abgasdreck, keinerlei Kraftverkehr (ausgenommen Forstarbeit).

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Ferienzeit ist Baustellenzeit

Heißt es zumindest. Also, wo sind sie denn, die Baustellen der #Fahrradstadt2200? In der Neuburger Straße, stadtauswärts den Radstreifen verlängern, stadteinwärts überhaupt erst einen anlegen? Nein. In der Donauwörther Straße*, den Radstreifen verbreitern? Nein. In der inneren Donauwörther Straße einen anlegen, zumindest stadteinwärts, wo schon heute Platz wäre? Nein. An der Kreuzung und am Kreisverkehr am Ende der Donauwörther Straße (Richtung Gersthofen)? Nein. In der Jakoberstra… hahahahahaha. Nein. In der Langenmantelstraße, Umwandlung der vier Fahrtstreifen in zwei? Nein, natürlich auch nicht. Wie hätte man auch auf die Idee kommen können, die Zeit zwischen den beiden Plärrerterminen, zu denen auf der Plärrerseite eine Fahrspur sowieso gesperrt und das Tempo auf 30 beschränkt ist, für einen Umbau zu nutzen.

Aber sich für eine 4+ im Fahrradklimatest auf die Schulter klopfen. Sich auf eine minimalinvasive Radlnacht freuen, die wie nichts anderes symbolhaft für den Zustand der sichtbaren Fahrradstadtmaßnahmen stehen könnte: Nur nicht auffallen.

Wieviele Randsteine hätte wohl ein Steinmetz in zwei Ferienwochen abflachen können? Es müssten ja nicht einmal die großen Revolutionen sein. Aber das Personal reicht offenbar nicht einmal für „getting shit done“. Joa. Ist ja erst Juni. 2017. Wir wollen mal nichts überstürzen.

*Coca-Cola-Kreuzung wird gerade frisch markiert – vielleicht malen sie ja von dort aus die Donauwörther Straße weiter. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Radausflug \o/

Die Vorschulkinder in unserem Kindergarten machen heute einen kleinen Ausflug mit dem Rad. So viel Freude, Aufgeregtheit und Stolz in den Gesichtern. Made my day.

IHK sagt IHK-Sachen

Vielleicht kennt man bei B4B Wirtschaftsleben Schwaben auch Betteridge’s Law of headlines. In dem Fall: Kudos für die versteckte Spitze gegen die IHK-Aussagen 

K&L Ruppert verlässt die Augsburger Innenstadt – Parkplatzmangel schuld?

Denn die IHK, angestupst durch die K&L-Ruppert-Filialaufgabe in der Innenstadt, trällert natürlich alsgleich wieder das eine Lied, das sie irgendwann in den 60ern mal gelernt hat:

Wir brauchen die Gleichberechtigung aller Verkehrs-Träger einschließlich des Individual-Verkehrs für die Kunden aus dem Umland, wenn wir den Handels-Standort Innenstadt weiter stärken und eine Abwanderung von Unternehmen und Kunden auf die ‚grüne Wiese‘ vermeiden wollen

und

Deshalb muss bei der weiteren Diskussion über das Stadtentwicklungs-Konzept die Erreichbarkeit des Zentrums auch mit dem Pkw wieder stärker in den Fokus rücken

Nein. Einfach: nein. Auf sehr sehr vielen Ebenen: nein.

Eine Gleichberechtigung aller Verkehrsträger – ja, die brauchen wir tatsächlich. Nur habe ich das unstete Gefühl, dass das gerade eben nicht zu dem führen würde, was die IHK aus ihrer Buchstabensuppe zusammensortiert hat.

Wegequalität

So gerne ich ja an der Wertach entlang fahre, auch noch im Stadtgebiet bis unter die Wertachbrücke hindurch: die Auffahrt am Ende auf die Äußere Uferstraße ist schon ein arger Quatsch. Gegen den Grad der Steigung wird man nicht viel machen können, der Platz, um den Höhenunterschied zu überwinden, ist nun einmal begrenzt. Aber ob eine wassergebundene Decke – zumindest in dieser Ausführung und/oder dem Grad der Instandhaltung – hier die beste Wahl ist? Der Belag ist eher mit „Geröll“ gut umschrieben: scharfkantig und grob. Möglicherweise ist feineres Material, wie es auf dem Wertachweg sonst verwendet wird, noch rutschiger und erodiert noch schneller, aber vielleicht könnte man dann doch über eine Asphaltierung oder ein Pflaster oder *wasauchimmer* nachdenken, das Rad- und Fußgängern gleichermaßen mehr entgegenkommt?

Kunde == Autofahrer

Hand hoch, wer das Gefühl hat, mit entsprechend ausgetauschten Namen und Orten könnte man das hier als glaubhafte Auseinandersetzung in der eigenen Stadt verkaufen.

Wer in massiver Weise Pkw aus der City verdrängen wolle und weiteren Parkraum zugunsten von Radverkehr opfere, erschwere Kunden und allen anderen Interessierten den Zugang zur Innenstadt, klagt der Handelsverband. Eine einseitig ausgerichtete Verkehrspolitik gefährde den Standort Wiesbaden […]

Es ist rhetorisch immer dasselbe. Kunden scheinen nur Menschen zu sein, die mit dem Auto kommen. Und eine Verbesserung für den Radverkehr ist stets eine „einseitige“ Verkehrspolitik – was die Fokussierung auf das Auto in den letzten Jahrzehnten anscheinend nicht ist.

Der Regionalbereich Wiesbaden des Handelsverbands Hessen-Süd erklärt: Eine Verkehrswende ist unnötig.

Ja dann wäre das ja geklärt. Alles ist super ganz genau so, wie es ist. Außer, dass es das eigentlich nicht ist, wie eine repräsentative lokale Studie ergibt:

Wenn es um die Wünsche nach Verbesserungen geht, halten 61 Prozent aller Befragten Maßnahmen zur Entspannung der Parksituation in den Wohngebieten der Innenstadt für vordringlich. 57 Prozent wollen vor allem, dass Maßnahmen für Fahrradfahrer ergriffen werden. Interessant: Jüngere Befragte halten verkehrspolitische Maßnahmen tendenziell für dringlicher als ältere.

Schön auch diese Erkenntnis:

Um den Parkplatzdruck zu senken, will der Stadtrat prüfen, weitere Flächen zu bewirtschaften und zu versuchen, dafür auch private Grundstücke zu nutzen. „Wir wissen aber auch, dass es in der Beurteilung der Parkzufriedenheit immer eine Unzufriedenheit geben wird. Nicht nur in Wiesbaden. Das Stellplatzangebot ist zu gering oder zu teuer oder beides.“

Jetzt müssen wir noch lernen, dass, wenn wir es den parkplatzsuchenden Autofahrern eh nicht recht machen können, es auch ENDLICH NICHT MEHR VERSUCHEN. Die einzige Lösung der überfüllten Innenstädte sind weniger Autos, nicht noch mehr Aufbewahrungsplätze dafür. Aber ach …

Regelkonform Radfahren im Wohngebiet

Radfahren ist großartig. Das ist kein Widerspruch zu all dem Gemeckere hier, es ist der Grund dafür. Die Lust am Radfahren auch meinem Nachwuchs mitzugeben, ist mir wichtig. Es sollte daher nicht verwundern, dass ich beim Radfahren mit Kind aus der Haut fahren könnte.

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Pläne für die Gögginger Straße

Huch! Ich lasse die Ankündigung einfach mal so stehen: Die Waschbetonplatten, welche die Radwege entlang der Gögginger Straße „zieren“, werden zumindest auf einem Abschnittzwischen Muesmann- und Eichleitner stadteinwärts entfernt. Stattdessen wird der Weg dann endlich ordentlich asphaltiert. Warum nur und ausgerechnet dort, bleibt ein Geheimnis. Außerdem soll die vorhandene Radspur in der Donauwörther Straße auf ein zeitgemäßeres Maß verbreitert werden (beide Richtungen, noch ohne das Stückchen bis zur Wertachbrücke).

Eine 4+ für Augsburg

Die Ergebnisse des ADFC-Fahrradklimatests sind da – und siehe da: Augsburg klettert weiter. Die Durchschnittsnote 3,7 steht zu Buche und damit Platz 11 von 39 (oder gar Platz 1 von 3 unter den bayerischen Großstädten, nach 3,9 2014 und 4,2 2012).

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Plakate gegen Abbiegeunfälle?

Vielleicht dringen ob dieser Idee sowohl mein skeptisches als auch mein gestalterisches Ich ein wenig zu sehr an die Oberfläche, aber: Plakate (insbesondere derart schlechte) an Kreuzungen mit dem Hinweis, beim Abbiegen doch bitte auf Radfahrer zu achten? Angeblich will Regensburg damit „gute Erfahrungen“ gemacht haben, wie auch immer genau das evaluiert worden sein mag.

Wenn ich mir aber einige Kreuzungen vor Augen führe, ist das letzte, was man dort gebrauchen kann, noch mehr Zeug, das herumhängt. In all dem Wust an Wegweisern, Markierungen und verschiedenen Ampeln soll ausgerechnet ein reichlich unübersichtlich gestaltetes Plakat an die Selbstverständlichkeit eines Schulterblicks erinnern? Und lese ich bei Rechtsabbiegerunfällen mit LKW nicht immer, dass der Fahrer einen sowieso nicht hätte sehen können – was impliziert, dass ja sehr wohl geschaut wurde, aber ach … der tote Winkel.

Gut, auch an Selbstverständlichkeiten darf man mal erinnern – vielleicht brauchen wir tatsächlich eine solche Kampagne. Aber kam aus Regensburg nicht auch schon die „Geisterradler gefährden“-Idee? Puh.

Fahrrad frei Autobahnen

Durch die ehemaligen Sheridan- und Reese-Kasernen verläuft ein identisch angelegter, knapp 5 Meter breiter Weg. Bis auf das noch nicht wirklich definierte Stückchen um den Westfriedhof herum lässt es sich hier vom südlichen Zipfel Pfersees bis hoch zur Ulmer Straße abseits von Verkehr und Ampeln fahren.

Fahren? Im Sheridan-Park ist der Weg als „Fahrrad frei“-Gehweg markiert. Ob der Breite des Weges (und der Bezeichnung der Route als „wichtige Freizeitverbindung“ seitens der Stadt) scheint das schon verwunderlich. Nur hat man dieselbe Beschilderung im Reese-Areal (bislang?) irgendwie vergessen. Das beginnt schon südlich kurz vor der Bgm-Ackermann-Str, wo die gerade Fortsetzung eines über 4 Meter breiten Fuß-/Radweges unvermittelt zum reinen Fußweg deklariert wird. Der daran anschließende Überweg über die Ackermann ist zwar noch mit einer Kombiampel versehen, die Radfurt wurde aber explizit entfernt. Und auf der anderen Straßenseite ist der Weg durch die Reesekaserne dann (bislang?) ebenfalls ein reiner Fußweg – ohne Freigabe.

Nun mag das, da das Reese-Areal noch nicht fertig ist, einfach ein Versäumnis sein. Der Fußweg allerdings ist schon lange fertig – wie kann man denn das kleine Zusatzschildchen einfach „vergessen“, wenn man es wenige hundert Meter weiter im Sheridanpark zig Mal aufgehängt hat? Warum beschildert man sehr großzügig dimensionierte Wege so explizit das Fahrrad ausschließend, obwohl Radverkehr dort ganz bestimmt nicht unbekannt ist?

Praktische Auswirkungen dürfte all dies so oder so nicht haben – das Fußgänger-only-Schild wird halt einfach ignoriert (und das Fahren darauf ziemlich sicher auch nicht geahndet). Und so bekommen sowohl all jene Recht, die auf die „Aufregung“ von Radfahrerproblemen immer sagen „Ja mei, stell dich nicht an, das ist doch so und so gemeint, das macht doch jeder so“, als auch jene, die feststellen, dass Radfahrer sich sowieso nie an Regeln halten. Hallelujah. Willkommen im schizophränen Dasein als Radfahrer.

Wie gestalte ich einen Parkstreifen?

In der Halderstraße sollte einen eigentlich kein Deppenparker mehr wundern, aber der hier ist schon was Besonderes.

Doch bitte, liebe Stadt Augsburg: wie unscheinbar kann man denn eigentlich einen Parkstreifen gestalten? Das rötlich Gepflasterte ganz links, das ist ein Gehweg. Das Asphaltierte in der Mitte ist der (bidirektionale) Radweg. Und das leere, markierte Dings neben dem Radweg, das ist die Kurzparkzone. Oder doch eine Abbiegespur? Offensichtlich kann das nicht jeder korrekt beantworten. Warum endet die Markierung im Nichts? Weshalb ist eigentlich auf der kompletten Länge der Randstein abgesenkt und nicht nur im Bereich der Einfahrten (Ganz hinten und ganz vorne im Bild, wobei das hinten auch noch eine Feuerwehreinfahrt ist)? Warum signalisiert und ermöglicht die Gesamtkonstruktion, erschütterungsfrei auf Rad- und Fußweg zu fahren?

Und warum besteht das Ganze jahrelang unverändert, wenn es doch so offensichtlich missbraucht und missverstanden wird?

Radfahrer und Fußgängerampeln

Es ist … zum Mäusemelken. Hat irgendjemand das Gefühl, dass seit dem Wegfall der Übergangsregel, was die Gültigkeit von Fußgängerampeln für Radfahrer (in bestimmten Ausnahmefällen) angeht, endlich alles besser ist?

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Stellplätze am Oberhauser Bahnhof

Wenn sich die Stadt dann demnächst – trotz ausstehender Diskussionen, was die Erreichbarkeit angeht, durchaus zurecht – im positiven Licht des neuen Bahnhof-Radparkhauses sonnt, könnten sie sich auch wieder ihren kleineren Bahnhöfen widmen. Denn die noch recht neuen Abstellanlagen am Oberhauser Bahnhof platzen schon lange wieder aus allen Nähten.

Schändlich

Ab und an fahre ich „von oben“ in die Innenstadt kommend einen Schlenker über die Herwartstraße, weil die Straße selbst – entlang der Stadtmauer – und der Ausblick davon sensationell schön sind. Allemal schöner als untenrum an der MAN-Kreuzung vorbei. Leider ist die Herwartstraße ein Blechfriedhof. Und wozu gibt es hier überhaupt noch einen Gehweg, der durch die Erlaubnis, darauf zu parken, völlig unbenutzbar ist? Konsequent wäre es dann, das Hochbord einzuebnen und Fußgänger auf die andere Straßenseite zu komplimentieren. Oder – Schockschwerenot – man killt 12 Parkplätze zugunsten eines unverbauten Ausblicks auf die historischen Wurzeln der Altstadt.

Alles schwierig

2017, drei Jahre bis zur #Fahrradstadt2020 … und ich werde nach wie vor im Pferseeer Tunnel stadteinwärts mutwillig abgedrängt

Gute, weil nahe liegende Forderungen, insbesondere, dass man doch bitte das „Radfahren auf der Fahrbahn erlaubt“ auch stadteinwärts aufstellen möge, wenn man es stadtauswärts tut. Zwar wurde ich auch schon stadtauswärts bereitwillig darüber informiert, wo gefälligst der Radweg sei, aber warum das Schild in der Gegenrichtung gar nicht erst ausprobiert wurde, bleibt mir dennoch unverständlich. Bei Tempo 30 wundert mich allerdings schon lange nix mehr. Solange im Tunnel kein Kindergarten eröffnet, wird das nie was.

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