Getting Shit Done

Es ist sozusagen die städtische Variante einer Kelle voll Zement und macht ebenso glücklich. Endlich wurde diesen Sommer die elendigliche, Reifen und Felgen mordende Kante zur Betonplatte (Zustand vorher) auf der Lechbrücke in der Amagasaki Allee mit einer Schubkarre voll Asphalt glattgebügelt. Und so sehr es vielerorts bestimmt große Lösungen für einen zukunftsfähigen (Rad-)Verkehr geben muss, so sehr gibt es an unzähligen Stellen einfach nur Kleinigkeiten zu beheben. Getting shit done. Die Stadt könnte wahrscheinlich einen mittelgroßen GSD-Trupp Vollzeit beschäftigen, der solche Krankheiten aus der Welt schafft und RadfahrerInnen auf dem täglichen Weg einen kleinen Glücksmoment beschert.

Wie weit kommt ein/e RadfahrerIn in 30 Sekunden?

Kombiampeln haben sicher ihre Vorteile, ihr Nachteil aber ist: Sie können verdammt kurz grün sein. Und je schneller der Alltagsradverkehr wird, desto absurder werden die auferlegten Rotphasen, die im schlimmsten Fall auf das Tempo einer einbeinigen Schildkröte mit Hungerast abgestimmt zu sein scheinen. Die abgebildete Ampel an der Kreuzung Amagasaki-Allee/Hanreiweg etwa wird jede/n RadfahrerIn beleidigende 30 Sekunden vor dem Straßenverkehr rot (und null Sekunden früher grün, nur mal nebenbei bemerkt). Und es handelt sich keineswegs um einen außerordentlichen Verkehrsknotenpunkt, auch wenn man stadteinwärts wenigstens noch mit einem abbiegenden Linienbus argumentieren könnte. Stadtauswärts hingegen steht man den südlichen Teil des Hanreiwegs überquerend die gleichen 30 Sekunden – der Hanreiweg führt hier aber lediglich an eine Schranke zum martini Park.

Was für den Autoverkehr eine Ein- und Ausfallstraße ist, ist auch für RadfahrerInnen eine solche. Und auf einer solchen fährt man nicht, weil die Aussicht so schön ist, sondern weil man schnell voran kommt (und vielleicht sogar der Winterdienst schon da war). Ob eigene Radampeln der Weisheit letzter Schluss sind, vermag ich nicht zu sagen. Aber Kombiampeln, die RadfahrerInnen über Gebühr ausbremsen, sind es ganz bestimmt nicht.

Kauft euch doch ’ne Federung

Übergang vom normalen Straßenbelag auf die Betonplatte der Brücke. Das geht noch nicht einmal mehr als abgesenkter Randstein durch. Etwas zu wenig Luft im Reifen, etwas zu schnell – Platten.