Schlagwort: Kreisverkehr

Auf diesem lieblichen Stück bidirektionaler Radverkehrsinfrastruktur geht es aus Gersthofen heraus linksseitig nach Augsburg hinein.
Ein Vorwegweiser legt nahe, man möge doch bitte die Straße überqueren um auf der richtigen Seite weiterzufahren.
Blick von der Überquerungshilfe aus (die man hier tatsächlich brauchen kann, da recht viel Verkehr herrscht): Hinter dem ausfahrenden weißen PKW liegt der Radweg.
Man quert die Straße und findet sich auf einer Rechtsabbiegerspur zum Parkplatz des Baumarkts wieder. Man muss jedoch "geradeaus" auf den Radweg. Konflikte mit ausfahrenden PKW ist programmiert.
Nach nur fünf Metern auf dem Rad-/Fußweg wird der Radverkehr wieder auf die Fahrbahn abgeleitet …
… was nicht allzu benutzt aussieht. Die Breite dürfte nur knapp über einen Meter betragen. Zu anfangs …
… doch nach 10 Metern bleibt kaum noch was von der Radspur übrig – die dann direkt am Kreisverkehr eh endet und einen wieder aufs Hochboard schickt.
Jenseits der Fahrbahn geht es also über die nächste Ausfahrt …
… und direkt danach ordnen sich linksabbiegende RadfahrerInnen (Richtung Zentrum) wieder auf die Fahrbahn ein. Hü, hott!

Das übliche Hin und Her

Diese Bilderserie zeigt einen Abschnitt von kaum 100 Metern, (um)gebaut worden ist das alles vor geschätzt 15 Jahren – das ist also keine besonders neue Stelle, aber beileibe auch kein Relikt aus dem dunklen Mittelalter. Die Mischung aus durchaus „mutiger“ Radstreckenführung (heißt: im Autoverkehr) und…
Aus Süden kommend leitet die Radspur auf das Hochboard und …
… so um ihn herum. Egal ob man geradeaus oder rechts will, man muss am Vorfahrt-Achten-Schild auf die Fahrbahn, denn rechts schließt sich ein Gehweg an.
Durch die Verkehrsführung und das Vorfahrt Achten muss man abbremsen, weit rückwärts blicken und dann die Fahrbahn kreuzen.
So sieht der Kreisverkehr von Osten kommend aus der 30-Zone aus. Von der Fahrbahn ab aufs Hochboard.
Wer die Hagenmähder weiter Richtung Norden fahren will, wird direkt nach dem KV wieder auf die Fahrbahn geführt. Die Chance auf eine baulich gesicherte Ableitung hat man vertan.
Wer jedoch den KV Richtung Westen verlassen will, sieht sich dieser absurden Situation gegenüber: Start ist das benutzungspflichtige Hochboard, doch das Gegenüber ist als Gehweg beschildert.
Von Westen kommend (auch eine 30er-Zone) wird man nicht von der Fahrbahn abgeleitet – von hier aus fährt auch der Radverkehr auf der Fahrbahn.
Gleiches Bild von Norden kommend – im Gegensatz zur Gegenrichtung keine Ableitung von der Fahrbahn. Was in Gegenrichtung wohl so viel gefährlicher ist …?
So sieht also der Weg von Süden kommend geradeaus die Hagenmähderstr folgend aus: Fahrbahn-Hochboard-Fahrbahn.
Von der Polkstr aus links in die Hagenmähder? Schon diffiziler, da man erst aufs Hochboard muss, dann aber unvermittelt entweder schieben muss (da Gehweg) oder sich auf die Fahrbahn einreiht – keine Ahnung, ob das überhaupt legal ist.
Und vom Leiterle geradeaus in die Polkstr? Einfach auf der Fahrbahn durch den Kreisverkehr. Womit überall im KV LEGAL Radfahrer sein können. Warum muss man sie dann auf einer Route auf das Hochboard zwingen?

Der Kreisverkehr und das Rad

Den Kreisverkehr in der Hagenmähderstraße hatte ich genau genommen schon einmal, aber heute sei er, oder genauer: seine Radverkehrsführung in ihrer vollständigen Sinnlosigkeit dargestellt. Denn der Kreisverkehr selbst ergibt sicherlich Sinn, nur bei der Radführung hat irgendwer … sagen wir einmal: zumindest nicht zu Ende gedacht. In Süd-Nord-Richtung ist…
Falls das Radwegschild den Gehweg meint, ist es Unfug. Wenn es den Fahrbahnradweg meint, auch.
Wozu ein verwirrendes Radwegschild (oder die Führung auf einer vierspurigen Straße) wenig später führt …
Wo ein Kreisverkehr naht, scheuchen wir RadfahrerInnen immer von der Fahrbahn …
… um sie dann um die Vorfahrt gebracht mehrfach die Fahrbahn kreuzen zu lassen.

Das Rad als zweite Geige

Es mag ein subjektiver Eindruck sein, aber manchen Straßenzügen merkt man mehr als anderen an, dass dabei an das Rad entweder gar nicht oder erst viel später gedacht wurde. Die Neusäßer Straße ist so ein Fall. Stadtauswärts beginnt sie (mittlerweile) mit einem Radstreifen auf der…

Mit dem Rad durch Kreisverkehre

Heute schreibt Christine Lehmann in ihrem (stets lesenswerten) Blog Radfahren in Stuttgart über das Befahren von Kreisverkehren und ich hätte beim Lesen am liebsten viele viele Sätze markieren und für sich genommen liken wollen. Von Kreiseln hatte ich es ja auch schon dann und wann…

Kreisverkehr zum x-ten.

Vorfahrt achten trifft Vorfahrt achten. Ich kürze den Rant ab auf die kurze Formel: Den Radverkehr nicht direkt an (oder auf) der Fahrbahn durch den Kreisverkehr führen ist immer Müll.

Kreisverkehr – mal wieder

Liebe Stadtplaner, bitte, lasst Radfahrer in einer verkehrsberuhigten Wohngegend einen Kreisverkehr doch einfach auf der Fahrbahn durchqueren, statt von der Radspur auf einen Fuß-/Radweg zu leiten. Ja, RadfahrerInnen haben hier auch so Vorfahrt gegenüber dem PKW-Verkehr, aber warum nicht Fahrrad und PKW unterscheidungsfrei gemeinsam im…
Theorie trifft Realität – der Radfahrer hier fährt auf der Fahrbahn durch den Kreisel statt den "vorgeschlagenen" Radweg zu nehmen.
So geht ausbremsen: Wer den Radweg nimmt, muss die Vorfahrt achten.

Wer hat Angst vor Kreisverkehren?

Das 19. Jahrhundert hat angerufen und will seine Verkehrsführung um Kreisverkehre zurück. Warum Radler nicht auf der Fahrbahn durch den Kreisverkehr führen? Stattdessen werden sie aus dem Sichtfeld der Autofahrer gelenkt und müssen dann vorfahrtslos die Straße queren – je nach Kreisverkehr und Ziel mehrfach.…