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Video-Link: https://youtu.be/zbtBz0_c-XU

Leistungsfähigkeit von Kreuzungen

Ok, die Kreuzung am Theodor-Heuss-Platz ist sicher ein kompliziertes Ding, mit fünf angrenzenden Straßen und einer Straßenbahntrasse von zentraler Bedeutung. Die heilige Kuh, die „Leistungsfähigkeit des Verkehrsknotens“ lässt da für Randsportarten wie Radfahren naturgemäß wenig Raum. Aber ob man – nicht nur angesichts des Vorhabens, den Radverkehrsanteil in sehr naher Zukunft nahezu verdoppelt haben zu wollen – doch erwarten könnte, dass die Kreuzung dennoch mit mehr als zwei (2) Radfahrern gleichzeitig zurecht kommt?

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Als Ergänzung zur Nicht-Beachtung von Radfurten und dem Zurückstecken

Während – zumindest gefühlt und während der kurzen Zeit an dieser Kreuzung – die meisten AutofahrerInnen auf der Radfurt auf querende FußgängerInnen warten, hält dieser hier die Radfurt frei. Oder doch nicht? Tatsächlich steht dieser PKW nämlich nicht still, sondern rollt sehr sehr langsam in Abbiegerichtung, Fußgänger passieren lassend. Nun, liebe „im Zweifelsfall“-Fraktion – ist dies nun ein solcher Zweifelsfall, in dem man „lieber zurücksteckt“?

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Rad versus LKW

Ende Juni 2015. Anfang Dezember 2015. Anfang April 2016. Oder auch Anfang November 2012, nur um zu zeigen, dass dies kein neues Phänomen ist. Das Muster ist immer dasselbe: Rechtsabbiegender LKW überrollt RadfahrerIn. Stets hatte der Radfahrer oder die Radfahrerin grün und damit Vorrang. Das letzte Unfallopfer hat, soweit aus der Presse bekannt, immerhin überlebt. Anlässlich dieses Unfalls, des dritten innerhalb nur eines Dreivierteljahres im Stadtgebiet, fragt sich die hiesige Lokalzeitung nachvollziehbarerweise, ob solche Unfälle vermeidbar seien.

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Heimlich, still und leise – und isoliert.

Heimlich still und leise hat Augsburg die Fahrradstraße in der Frischstraße verlängert. Sie beginnt nun – endlich – direkt an der Haunstetterstraße und gilt die komplette Frischstraße entlang, statt wie bisher erst ab der Brücke über die Inverness Allee. Das ist … nett. Aber wie zuletzt im Laubenweg muss man schon auch feststellen, dass diese Maßnahme weder irgendwem nützt oder schadet. Es scheint eine Maßnahme fürs Papier.

Wie der Laubenweg ist auch die Frischstraße für den motorisierten Verkehr eine Sackgasse, der Verkehr dementsprechend überschaubar. Würde man in beiden Straßen morgen das Fahrradstraßenschild abmontieren, nichts würde sich ändern. Aber nicht falsch verstehen: In beiden Fällen ist eine Fahrradstraße an sich nicht verkehrt, sogar begrüßenswert. Im Laubenweg liegt am Ende eine Badestelle als frequentiertes Ziel, die Frischstraße bildet den Einstieg in die (oder das Ende der) Strecke durch den Siebentischwald – eine Strecke mit enormem Potenzial als Nord-Süd-Achse.

Insbesondere die Frischstraße leidet für mein Empfinden jedoch darunter, dass sie praktisch in der Luft hängt: mir fehlt die dem Potenzial entsprechende An- oder Einbindung in ein Radwegenetz, der verkehrstechnische Sinn und Nutzen. RadfahrerInnen fahren ja nicht auf einer Fahrradstraße, nur weil es eine Fahrradstraße ist. Sie kommen irgendwoher und wollen irgendwohin. Mit diesen Start- und Zielpunkten sieht es im Fall der Frischstraße eigentlich gar nicht schlecht aus: Auf der einen Seite steht wie gesagt die Stadtwaldstrecke. Hochzoll und Haunstetten, zwei der bevölkerungsreichsten Stadtteile, sind darüber direkt angeschlossen. Auf der anderen Seite stehen etwa die Berufsschulen am Alten Postweg, im weiteren Verlauf Messe und Uni oder auch nur die Ost-West-Querung die Schertlinstraße entlang.

Es könnte also eine ganze Menge Radverkehr an der Frischstraße entstehen und dementsprechend kommt der Kreuzung als Aus- und Einlass eine besondere Bedeutung zu. Jedoch macht der gesamte Kreuzungsbereich samt anschließendem Straßenbahnhaltestellenplatz nicht den Eindruck, als sei bei deren Planung der Radverkehr als gewichtige Komponente berücksichtigt worden. Die Kreuzung ist nicht immens radunfreundlicher als viele andere Kreuzungen, aber eben auch keinen Deut freundlicher. Das ist in etwa so, als würde man eine Autobahn auf einer viel befahrenen Strecke bauen, aber einen Feldweg als Auf- und Abfahrt davon.

Die Ausfahrt aus der Frischstraße findet nun von der Fahrbahn aus statt, nicht mehr vom Radweg – dieser wird jedoch nach meinen Beobachtungen weiterhin genutzt (obwohl es sich nun um einen Fußweg handelt), sei es aus Gewohnheit, oder eben die Straßenquerung über die markierte Radwegefurt bevorzugt wird – auch wenn auf diesem Weg Richtung Alter Postweg (Messe, Uni, Berufsschule) mehr Ampeln im Weg stehen, als beim Nutzen der Fahrbahn. Aus der Gegenrichtung (Schertlinstraße) mutet die Geradeausspur für PKW wie eine grandiose Platzverschwendung an. Während der Radverkehr in albernem Bogen geführt wird, wird dem PKW-Verkehr in eine Sackgasse eine eigene Spur gewidmet?

Auch der Platz um die Tram-Haltestelle Schertlinstraße ist seltsam schlecht genutzt. Vom Alten Postweg kommend führt ein Radweg quer über den Platz Richtung Frischstraße – das ist prima. Aber in alle anderen Fahrtrichtungen sieht es weniger berauschend aus:

Zusammengefasst ist die Radführung um diese Kreuzung herum lieblos. Vielleicht sieht man den Bedarf für eine sichtbare, deutlicher auf den Radverkehr maßgeschneiderte Gestaltung einfach (noch) nicht gegeben und will im Gegenzug die Leistungsfähigkeit für den motorisierten Verkehr unter keinen Umständen schmälern. Vielleicht ist es aber auch das alte Henne-Ei-Problem? Würde der Radverkehrsanteil vielleicht signifikant steigen, wenn zum Beispiel eine direkte Furt zwischen Fahrradstraße und Haltestellenplatz mit eigener Grünphase geschaffen werden würde? Wenn der Weg von der Schertlinstraße in die Frischstraße sich etwas mehr wie Geradeausfahren anfühlen würde? Wenn der Platz mehr Anschein erwecken würde, es handele sich um einen Anschlusspunkt zwischen Fuß-, Rad- und öffentlichem Nahverkehr? Wo ist hier eigentlich die Leihradstation?

Auf der linken Seite über eine Kreuzung. Good luck.

Wer in Augsburg die Studie des BASt einmal mit zusätzlichen Zahlen bezüglich der notwendigen Sorgfalt von Autofahrern gegenüber linksseitig fahrenden RadfahrerInnen füttern möchte, dem sei die Kreuzung Hofrat-Röhrer-Str/Inverness Allee empfohlen. Von der Hofrat-Röhrer-Str kommend wird man über einen kurzen Fuß-/Radweg auf den linksseitigen Radweg an der Inverness Allee geleitet und damit an die Kreuzung geführt. Diese Verkehrsführung ergibt durchaus Sinn, da ein großer Anteil der Radfahrer hier sehr wahrscheinlich in Richtung Frischstr/Haunstetter Str (oder in den Stadtwald) fahren will. Dazu müssen Radfahrer auf der linken Straßenseite bleiben, da rechts entlang der Inverness Allee kein Radweg geführt und das Befahren der Fahrbahn untersagt ist. Durch den kleinen Haken wird man zum entsprechenden linksseitigen Radüberweg geführt, der an und für sich vom abbiegenden PKW-Verkehr gut einsehbar ist.

Leider ist alle Theorie grau. Ich fahre diese Kreuzung auf meinem Arbeitsweg beinahe täglich, und an keiner anderen Kreuzung rechne ich mehr damit, dass ich „übersehen“ werde. Ganz offensichtlich haben sehr viele AutofahrerInnen hier RadlerInnen „aus falscher Richtung“ nicht auf dem Schirm – sowohl Rechts- als auch Linksabbieger, letztere vermehrt. Rechtsabbieger fahren linksfahrenden RadfahrerInnen dabei praktisch entgegen und bringen es trotzdem fertig, einen nicht zu sehen. Jedoch „übersehen“ sie auch rechtsfahrende RadfahrerInnen oft genug.

Bei den Linksabbiegern könnte man meines Erachtens die Kreuzung entschärfen. Linksabbieger aus der Inverness Allee in die Hofrat-Röhrer Str müssen aufgrund des Gegenverkehrs sehr lange warten, bis sich eine Lücke auftut. Ganz am Schluss der Grünphase bleibt ihnen ein Fenster, in dem der Gegenverkehr bereits Rot hat. In diesem Fenster schaltet gleichzeitig die Fuß-/Radampel auf rot, so dass es zu keinem Konflikt kommen sollte. Allerdings liegen die Schaltungen anscheinend zu knapp beieinander. Es ist durchaus möglich, als Radfahrer gerade noch bei Grün auf die Kreuzung zu fahren (ein Gelblicht gibt es für uns ja leider nicht), während die Linksabbieger nach langem Warten bereits Losfahren. Und machen wir uns nichts vor: natürlich fahren viele RadfahrerInnen auch noch bei gerade auf rot gesprungener Ampel in die Kreuzung ein. In vielen Fällen, die ich beobachte, wäre ein rechtzeitiges Abbremsen auch gar nicht mehr möglich. Entweder ringt man sich endlich zu einem Gelblicht auch für Radampeln durch, oder man verkürzt die Grünphase hier um wenige Sekunden.

Kritischer sind jedoch die Fälle, in denen sich den Linksabbiegern eine Lücke im Gegenverkehr inmitten der Grünphase bietet. Dann fehlt praktisch allen der notwendige Blick auf linksfahrende RadfahrerInnen, sie wollen nur schnell durch die Lücke flutschen. Auch das wäre einfach zu umgehen, indem man Linksabbiegern eine eigene Grünphase gibt und sie nicht bereits mit dem Geradeausverkehr in die Kreuzung einfahren lässt. Wahrscheinlich scheut man allerdings einen Rückstau auf die Geradeausspur, was sich schnell in den Schleifenstraßentunnel zieht. Bleibt die Frage, wohin die vielen Linksabbieger denn wollen – die Hofrat-Röhrer-Straße ist nun wahrlich keine gewichtige Straße.

Geradeaus. Sehr schwierig, das.

Vom Kobelweg kommend findet sich an der Kreuzung mit der Ulmer Straße etwas seltenes: Eine (full-size) Radampel mit Gelb-Licht, die *trommelwirbel* signifikant länger grün ist als ihr PKW-Pendant. Beim Linksabbiegen (Richtung Bahnhof), das wie üblich in zwei Zügen stattfindet, hilft das tatsächlich in manchen Fällen, die Wartezeit an der zweiten Ampelquerung zu reduzieren.

Leider hilft es überhaupt nicht jenen, die geradeaus in die Reinöhlstraße weiter wollen. Dieses Geradeaus nimmt nicht nur den schon üblichen Knick, sondern mündet auch noch ohne Umschweife in einem reinen Fußweg. Um weiter geradeaus zu fahren muss also auf die Fahrbahn gewechselt werden. Das wiederum geht nur direkt an der Fußgänger-/Radampel, über die man als Linksabbieger auch fahren würde – die zwangsläufig rot ist. Ob ich bei Rot vom Hochboard auf die Fahrbahn darf, wenn ich sie nicht überqueren sondern nur befahren will? Ganz ehrlich, keine Ahnung. Da aber bei rot in der Regel PKW-Verkehr herrscht (siehe Bild 2) verbietet sich das Einbiegen auf die Fahrbahn so oder so. Also hat man zwar gerade noch geradeaus eine grüne Ampel überquert, nur um an der anderen Straßenseite an einer Ampel zu stehen, die gar nicht für einen gelten sollte. Well played.

Irrwitzig daran ist vor allen Dingen, dass die Radfahrerin und der Radfahrer den Kobelweg vorher und die Reinöhlstraße nachher auf der Fahrbahn geführt werden. Erst 20 Meter vor der Kreuzung werden sie im Kobelweg überhaupt erst benutzungspflichtig auf das Hochboard gelenkt, wovon sie unmittelbar nach der Kreuzung durch die Deklaration als Fußweg wieder verjagt werden. Die Konsequenz daraus ist, dass die Geradeausfahrt völlig unnötig unterbrochen wird. Wieso, weshalb, warum? Warum denkt jemand bei der verlängerten Grünphase mit, wirft GeradeausfahrerInnen aber einen derartigen Stock zwischen die Beine?

Die Reinöhlstraße ist breit genug, um zumindest eine ordentliche Ableitung auf die Fahrbahn zu installieren, die ein unterbrechungsfreies Geradeausfahren ermöglichen würde. Man könnte auch die Radspur gleich “geradeauser” auf die Fahrbahn malen und das Hochboard auf der Gegenseite vollständig umgehen (auch wenn sich in diesem Fall die verlängerte Rad-Grünphase mit linksabbiegenden PKW in die Reinöhlstraße beißt – ein lösbarer Konflikt). Wenn man schon nicht über die Denksperre hinweg kommt, Radverkehr auch und gerade im Kreuzungsbereich auf der Fahrbahn zu führen und möglicherweise mit eigenen Grünphasen zu versehen.

Links Abbiegen für Fortgeschrittene

Rrrreschbeggd. Sechs Ampeln um in schickem U-Bogen am Roten Tor, einer T-Kreuzung, links abzubiegen. Die Challenge steht, liebe Städte im Rest der Republik. Dann zeigt mal, was ihr könnt!

Sechs Ampeln und ein schicker U-Bogen um links abzubiegen. An einer T-Kreuzung. Reschbeggd.

Sechs Ampeln und ein schicker U-Bogen um links abzubiegen. An einer T-Kreuzung. Reschbeggd.

Mut zum Hindernis

Die Radspur auf der Hagenmähderstr. (wird kurz vor der Kreuzung mit der Ackermann zur Kriegshaberstr) ist manchmal Gold wert – hier staut sich der Verkehr nicht selten bis zum Kreisverkehr zurück, auf der Radspur fährt es sich bequem daran vorbei. Suboptimal wird es erst im Kreuzungsbereich.

Ein gutes Stück vorher endet die Radspur, der Radler muss sich zwischen Geradeaus- und Abbiegespur mit dem Autoverkehr arrangieren. An sich kein Problem, wenn es hier nicht sehr eng zuginge. Bei PKW führt das zu sehr geringen Überholabständen, LKW kommen erst gar nicht vorbei, ohne die eigene Spur zu verlassen.

Will man die Kreuzung geradeaus überqueren, suggeriert die Ampel, der Radverkehr solle möglicherweise mit den Fußgängern die Straße queren (Fußgänger- und Radsymbol). Wobei sich die Frage stellt, wie man überhaupt auf die Verkehrsinsel kommen sollte. Vielleicht ist die aber auch eher für den abbiegenden Radverkehr aus der Ackermannstr. kommend gedacht. Doch auch dieser fährt auf diesem Wege nach der Überquerung ins Nichts. Denn auf der gegenüberliegenden Straßenseite findet sich nur ein Fußweg wieder (dass man mit etwas Pech auch noch doppelt an den drei Ampeln steht, sei nur nebenbei erwähnt). Als Radler muss man also über die Rechtsabbiegespur aus der Ackermannstr. wieder auf die Kriegshaberstraße zurück – und hat Vorfahrt achten. Wieder warten.

Geradeausfahrer werden in der Regel einfach ganz normal auf der Fahrbahn zusammen mit dem Autoverkehr die Ackermann queren. Die geringe Fahrspurbreite setzt sich aber auf der anderen Seite fort, die Linksabbiegerspur des Gegenverkehrs ist in aller Regel voll besetzt, sodass es überholenden PKW zusätzlich an Platz mangelt. Und ja, viele PKW drängeln sich hier noch im Kreuzungsbereich vorbei – nachvollziehbar, da in den Grünphasen so viele wie möglich über die Ampel kommen möchten.

Als Radler fühlt man sich hier stets als Hindernis. Klar, man ist ja auch eines, aber nur eines wie jedes andere Fahrzeug auch. Leider eben aber eines mit geringerer Akzeptanz – über einen langsamen Traktor/LKW/PKW würde sich der Verkehr dahinter auch ärgern, aber wohl nicht versuchen, nicht daran denken, ihn im Kreuzungsbereich zu überholen.

Wie dem auch sei, der gesamte Kreuzungsbereich könnte sicher auch für alle Teilnehmer moderner gestaltet werden. Der Platz mag eng sein, aber im direkten Kreuzungsbereich ließe sich allein schon durch Reduzierung der Inseln Platz gewinnen. Nachdem die Straßenbahnlinie 5 hier wohl einmal entlang fährt (?), darf man ja hoffentlich mittelfristig auf einen Kreuzungsumbau hoffen.

Radfahrtraining auf der Jakobertorkreuzung

Die Kreuzung am Jakobertor ist wahrscheinlich deshalb keine Lücke in der Ost-West-Achse, weil der Radweg dort schon lange beendet ist und die Kreuzung daher aus der Wertung fällt. Zwei PKW-Spuren, nicht besonders breit – da bleibt für Radler wenig Platz. “Mindestabstand” ist hier ein theoretischer Begriff. Der lässt sich weder zum Randstein noch zu den PKW einhalten. Das Kopfsteinpflaster der Einmündung bringt bei nassen Bedingungen noch den Extra-Kick ins Spiel. Dass zahlreiche Radler den Ausweg über den Fußweg rechts der Absperrung nehmen, ist zwar verständlich, aber trotzdem falsch – auch wenn der Radübergang der Jakoberwallstr. direkt an diesen Fußweg anschließt (wie auch immer man diesen regulär erreichen soll). Dass man als Radler ganz rechts nach links (auf die Lechhauser Str. bzw. den Radweg daran) abbiegt, neben PKW, die auf der rechten Spur auch rechts und geradeaus fahren, entspannt ebenfalls nicht. Oder anders formuliert: Eine ideale Kreuzung, um als RadfahrerIn selbstbewusst nicht am rechten Rand, sondern sehr viel mittiger zu fahren, so dass kein PKW nebenher fahren kann. Das ist kein Behindern, das ist benötigte und berechtigte (!) Sicherheit.

Dennoch sollte die Verkehrsführung hier auch schwächere/schlechtere (oder ortsunkundige) RadfahrerInnen unterstützen. Dass eine Lösung hier nicht einfach wird sei unbestritten. Ohne entweder die Tram oder den PKW-Verkehr zu beschneiden (oder baulich eine Möglichkeit für mehr Platz zu sorgen) wird es nicht gehen. Sollte das, etwa wie am Kö, nicht möglich/gewollt sein, dann muss man Radfahrern – NICHT wie am Kö – eine Ersatzroute bieten können – immerhin ist die Lechhauser Str. nicht nur für PKW Ein- und Ausfallstraße.

Kreuzungen ohne Überweg – warum gibt es das?

Die Aufgabe: von der Inninger Straße aus die Landsberger geradeaus in die Tattenbachstr. überqueren.

Das klingt so einfach, dass jedem klar ist: It’s a trap! Genau, denn wer hier gedankenversunken und im Vertrauen auf Normalität dem Radweg folgt, fährt … auf jeden Fall nicht in die Tattenbachstr. Denn aus unerfindlichen Gründen besitzt diese Kreuzung nur an drei Seiten Übergänge. Der hier nötige? Fehlt.

Dem Radwegweiser kurz vor der Kreuzung muss man zugute halten, dass der einzuschlagende Weg nicht beschönigt wird. So richtig klar wird er allerdings auch nicht. Schlägt das Schild vor, man solle die Kreuzung im Uhrzeigersinn über die vorhandenen Übergänge überqueren? Oder doch, dass man auf die Geradeaus- bzw. Linksabbiegerspur auf der Fahrbahn wechseln soll? Haben solche grün-weißen Schilder überhaupt irgendeine verkehrsrechtliche Relevanz, sprich: heben sie eine Benutzungspflicht auf? Oder darf ich an Kreuzungen sowieso auf die Fahrbahn und wahlweise dort in die mir genehme Richtung abbiegen statt den Weg über evtl. vorhandene Übergänge zu nehmen?

Und die Frage alle Fragen: Warum gibt es Kreuzungen/Ampelanlagen, an denen nicht an allen Seiten Übergänge, aber gleichzeitig an allen Seiten Fuß- und Radwege vorhanden sind?

Kreuzung, the radfreundlich way

Etwas aus der Kategorie: so muss ich fahren, so will ich fahren. Rot eingezeichnet ist der momentan vorgesehene Weg für Radfahrer – weg von der Straße, rechts auf den Gehweg. Das könnte einem noch entgegen kommen, falls man zufällig eh rechts die Haunstetterstr. hoch will. Für alle Geradeaus- und Linksabbieger hingegen …

Geradeaus liegt pikanterweise Augsburgs einzige (?) Fahrradstraße. Angenehmer wäre es hierfür, die Radspur würde (gelb eingezeichnet) einfach weitergeführt. Eine eigene Radampel ist bereits vorhanden – man müsste sie nur ENDLICH einmal so einstellen, dass sie dem Radverkehr auch einen kleinen Headstart gibt (tut sie nicht). Dann hätte man etwas Vorsprung und könnte sich zur nächsten Ampel einordnen.

Aber warum nicht noch weiter denken? Wie wäre es mit einem Radbereich über die komplette Breite der Straße (grün)? Radfahrer können sich hier je nach gewünschter Route einordnen. Wer rechts will, steht rechts, geradeaus mittig, und wer links in die Stadtmitte will, stellt sich links hin. Die Radampel gibt den Radfahrern etwas Vorsprung und schon stehen sie an der nächsten Ampel (wieder in einem entsprechendem Bereich) perfekt eingeordnet und können vor dem PKW-Verkehr (wieder mit Vorsprung) in die entsprechende Richtung los.

Zugegeben, das funktioniert vor allem dann, wenn man bei rot an die Ampel kommt. Aus dem fließenden Verkehr heraus ist das Einordnen entsprechend schwierig (bis unmöglich). Dann bliebe aber immer noch die eventuelle gelbe Radspur (geradeaus) und die bisherige Routenführung (wenn ein Radweg nämlich keine Pflicht, sondern ein Angebot wäre).

Aber ach. Wir reden über eine Kreuzung, die es noch nicht einmal fertig bringt, die vorhandene Radampel ein paar Sekunden früher grün zu schalten (und sowohl eine Radampel als auch eine Fußgänger/Radfahrer-Kombiampel aufweist).

Straßenmalerei

Liebe Straßenmaler, wenn ihr Spuren aufmalt, die ausschließlich für Radler sind, dann sollten die auch dorthin führen, wo Radler hingehören. Und nein, das ist hier nicht der Gehweg.

Kaiserhofparkpl … äh …kreuzung

Das hier ist nicht in erster Linie ein Problem für Radfahrer. Man muss mir vielmehr erklären, warum man im direkten Umfeld einer derart stark frequentierten Kreuzung überhaupt parken dürfen muss.