Verschneiter Weg durch den Stadtwald

It’s beautiful.

Ja, es ist auch anstrengend(er), es ist stellenweise auch rutschig und in entsprechendem Maße gefährlicher, und ja, es dauert länger ans Ziel zu kommen.

Aber es ist halt in erster Linie schön. Den ganzen Stress und Zeitdruck drumherum, den lassen wir uns (Ausnahmen bestätigen die Regel) von außen aufdrücken. Wenn man das loslassen kann, ist es schön. Einen Gruß und gute Fahrt an alle, die das heute geschafft haben.

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Video-Link: https://youtu.be/4Y_wuh3du3Y

Ausbesserung der Buckelpiste

Und weiter geht die Ausbesserungs-Saison. Ob sie wohl nach diesem Artikel kurzfristig verlängert wurde? Nein, wahrscheinlich nicht. Etwas umfangreicher als sonst fallen die Arbeiten derzeit aber schon aus – genug zu reparieren gibt es ja.

Tatsächlich bin ich zwiegespalten, was die derzeitigen Ausbesserungsarbeiten im Siebentischwald angeht. Einerseits bin ich schon froh um das Ergebnis. Ob nun bedingt durch den AZ-Artikel zum schlechten Zustand der Stadtwald-Wege und die Meldungen im Rahmen des RADar, oder ob es von vornherein der Plan war – so umfassend wurde auf den Strecken im Wald schon lange nichts mehr repariert. Gerade nahe des Hochablasses sind nun einige üble Löcher Geschichte und alles in allem sind – für den Moment – die allermeisten Stellen eingeebnet. Das Ergebnis zählt. Doch hier beginnt dann das andererseits …

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Neue Flicken im Stadtwald

Dieser Tage war einmal wieder der Ausbesserungstrupp im Siebentischwald unterwegs und glättete einige Stellen – ob als Reaktion auf RADar-Meldungen oder als Teil des durchaus regelmäßigen Reparatur-Turnus. Ich bilde mir sogar ein, dass die diversen Flicken dieses Mal weniger hoch sind und aus den Schlaglöchern nicht direkt Schlaghügel machen. Allerdings bleibt die Ausbesserung auch wie immer stark örtlich begrenzt – nahe des Hochablasses und auf der Spickelstraße ist nichts passiert – und offenbar willkürlich. Was am einen Wegrand ausgebessert wurde, liegt auf selber Höhe am anderen Wegrand weiterhin brach.

Der Siebentischwald

Wenn es eine Strecke gibt, die ich liebe, die mich zugleich aber auch zur Verzweiflung treibt, dann die durch den Siebentischwald (Siebenbrunner Straße, Spickelstraße, Ilsungstraße) und in Verlängerung davon die Fahrradstraße Dr.-Ziegenspeck-Weg/Professor-Steinbacher-Straße. Von der Strecke durch den Stadtwald habe ich schon oft genug geschwärmt: kein nennenswert weiterer Weg verglichen mit der Haunstetter Straße, keine Ampeln bis zum Roten Tor, kein Lärm, kein Abgasdreck, keinerlei Kraftverkehr (ausgenommen Forstarbeit).

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*Hach*

Es ist ruhig, es riecht nach Herbst, man trifft mehr Eichhörnchen als Verkehr, die Reifen summen über das Laub. Ich liebe meinen Arbeitsweg.

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Video-Link: https://youtu.be/4Z2VpwhvefY

Vom Licht ins Dunkel

Wer hier ein bisschen mitliest weiß vielleicht: Die Strecke durch den Stadtwald liegt mir besonders am Herzen. Sie machte mir den Schritt zum Alltagsfahrer besonders leicht. Sie ist kaum länger als die Strecke an der Haunstetter Straße entlang, dafür unendlich viel schöner und entspannter. Und leider ein wenig holprig. Und: dunkel. Was einem um den Eiskanal herum ganz besonders auffällt, wenn man vom beleuchteten Teil an der Kanustrecke entlang am alten Wasserwerk vorbei in den Wald Richtung Haunstetten abbiegt. Genau mit dem Verschwinden der Straßenbeleuchtung wird auch der Fahrbahnzustand merklich schlechter, als wolle einem die Strecke noch extra eines reinwürgen.

Wäre eine durchgängig beleuchtete Strecke nicht wunderbar? Es böte sich hier durchaus das Potenzial für ein Leuchtturmprojekt in Richtung Fahrradstadt. Wie es Leuchtturmprojekten zu eigen sind, lässt sich trefflich darüber streiten, im Detail wie auch im Großen und Ganzen. Doch der Weg zur Fahrradstadt ist auch einer des Marketing, der starken, wirksamen Bilder und Emotionen. Größter Aufhänger ist derzeit der so genannte Lückenschluss in der Grottenau, der weder inhaltlich noch emotional zu irgendetwas taugt. Aber eine ampelfreie, durchgehend asphaltierte, durchgehend beleuchtete, (fast) nur für Rad- und Fußverkehr konzipierte Nord-Süd-Achse – wie liest sich das? Spickelstraße, Ilsungstraße und Siebenbrunner Straße bilden bereits ein Grundgerüst für eine solche Achse. Hier wäre der logische erste Schritt zu dieser Achse vergleichsweise einfach zu gehen.

Die Fahrradstraße Augsburgs

Immer wenn jemand „Fahrradstraße“ ruft und dabei ein Glänzen in den Augen bekommt, welches von der Lösung aller Probleme kündet, furche ich meine Stirn im Zweifel. Man sehe es mir als Radler, der beinahe ausschließlich in Augsburg unterwegs ist, nach, denn in Augsburg gibt es nur eine* Fahrradstraße: die Frischstraße. Und die löst, mit Verlaub, eher nichts. Was dereinst tatsächlich ein großer Einschnitt war, ist die Kappung der Verbindung zur Carron-du-Val-Straße (ich nehme an, das geschah im Zuge des Baus der Schleifenstraße zur Entlastung des Roten-Tors, vielleicht aber auch schon früher; ich kann mich zumindest noch an den Schleichweg durch den Spickel zur Haunstetter Str. erinnern), wodurch die Frischstraße für PKW zur Sackgasse wurde. Ansonsten kann man der Frischstraße höchstens noch zu Gute halten, dass Sie am Sackgassenende für RadfahrerInnen durchlässig in Richtung Stadtwald ist und somit als zentrumsnaher Start- oder Zielpunkt einer Route durch den Siebentischwald dient – was sie jedoch uneingeschränkt genauso täte, würde jemand über Nacht die Fahrradstraßenschilder abmontieren.

Das wirklich Absurde an der Frischstraße ist aber, dass sie keineswegs in voller Länge eine Fahrradstraße ist, sondern erst ab bzw. nur bis zu der Brücke über die Schleifenstraße. Zur Hälfte ist sie also eine normale Straße, beschränkt auf Tempo 30 (keine Zone), auf der es sich ein irrlichternder Schilderaufsteller natürlich nicht nehmen ließ, auf einer Seite das Hochboard als Fuß-/Radweg auszuschildern. Respekt! Wer hätte schon gedacht, dass sich Gefährdungspotential und/oder RadfahrerInnenaufkommen zwischen zwei Hälften ein und derselben Straße so unterscheiden können.

* die Professor-Steinbacher-Straße ist genau genommen noch eine, aber sie schließt direkt an die Frischstraße an, weshalb ich die beiden nonchalant als eine betrachte.

Ist das Kunst oder kann das weg?

Fahrradstraße, Kurzform für Fahrbahnbelagqualitätsinstandhaltungsprioritätsstufe 0? Dass die 5 cm tiefen Schlaglöchern mittlerweile 2 cm hohen Asphalthügeln gewichen sind, muss man wohl auf der Positivseite vermerken. Und dass es unzählige Straßenzüge in der Stadt gibt, die es ebenso nötig haben und dabei wichtiger sind als diese Fahrradstraße, sei ebenso zugestanden. Aber wenn Fahrradstraße nur bedeutet, dass man sich besser ein vollgefedertes Rad zulegt, dann kann das auch wieder weg.