Anderthalb Jahre später

Wir legen an Tempo zu. Was in der Dominikanergasse noch etwas über 2 Jahre gebraucht hat, ist hier am Wertachweg in Inningen schon nach 1,5 Jahren erledigt: der Randstein wurde abgefräst! Nach wie vor darf man sich fragen, was der da überhaupt zu suchen hat, aber immerhin ist nun eine unnötige, potenzielle Stolperstelle weniger im Radnetz vorhanden.

Wegequalität

So gerne ich ja an der Wertach entlang fahre, auch noch im Stadtgebiet bis unter die Wertachbrücke hindurch: die Auffahrt am Ende auf die Äußere Uferstraße ist schon ein arger Quatsch. Gegen den Grad der Steigung wird man nicht viel machen können, der Platz, um den Höhenunterschied zu überwinden, ist nun einmal begrenzt. Aber ob eine wassergebundene Decke – zumindest in dieser Ausführung und/oder dem Grad der Instandhaltung – hier die beste Wahl ist? Der Belag ist eher mit „Geröll“ gut umschrieben: scharfkantig und grob. Möglicherweise ist feineres Material, wie es auf dem Wertachweg sonst verwendet wird, noch rutschiger und erodiert noch schneller, aber vielleicht könnte man dann doch über eine Asphaltierung oder ein Pflaster oder *wasauchimmer* nachdenken, das Rad- und Fußgängern gleichermaßen mehr entgegenkommt?

Im Dunkeln

Eigentlich kann ich Fahrten im Dunkeln nicht so viel abgewinnen, aber das war schon sehr lustig heute abend. Wertach eben.

bike2work

Kalt? Und wie. Aber halt auch wahnsinnig schön.

Herbst! (again)

Kann sich noch jemand hieran erinnern? Der zu hohe und unmotiviert inmitten des Weges endende Randstein in Inningen am Wertachradweg (Westseite)? Das war Ende Juli. Zur Sprache gebracht in der AG Verkehr des ADFC im Beisein des Fahrradbeauftragten der Stadt. Der Randstein existiert natürlich immer noch unverändert, nur ist er inzwischen vom Laub verdeckt.

Wie war das mit dem „Es geht voran“?

Fahrradfrühstück #2

Wow. In 30 Minuten haben wir alle unsere Fahrradfrühstück-Tüten an den Mann und die Frau gebracht. Ihr seid der Hammer! HAPPY COMMUTING EVERYONE! Unser besonderer Dank gilt heute auch der Schubert Bio&Vollwert Bäckerei, die uns den Tüteninhalt gespendet hat. Danke!

Winter mal so, mal so.

Der Winter war hier in Augsburg eher ein dreimaliger Tagesausflügler, aber hatte im Kleinen doch wieder alles zu bieten, was dem/der Radfahrer/in so begegnen kann. Da sind die stillen Wege an der verschneiten Wertach entlang, die unberührten Waldwege und das einsame Spurenfahren in kleinen Nebenstraßen. Und in der Stadtmitte? Bei meinen eher späten Radfahrten ins Büro waren praktisch alle Wege schon geräumt, das recht warme Wetter ließ den Schnee sowieso kaum liegen. Doch es waren wieder einmal die Übergänge von Hochbord-Radwegen zuRadstreifen auf der Farbahn (oder anders herum), die schlecht geräumt bzw. komplett zugeschoben waren. Kein Zweifel, für den Räumdienst sind dies die kniffligsten Stellen. Aber es sind eben auch für RadfahrerInnen die kritischsten Stellen (Wechsel vom separierten Radweg auf eine mit dem schnelleren PKW-Verkehr integrierten Radspur) und was hilft es, wenn der Radweg und die Radspur frei sind, aber der Weg von einem zum anderen nicht? Wie heißt es so schön? Das schwächste Kettenglied entscheidet über die Stärke der gesamten Kette. Ich für meinen Teil habe meine Wege in der Stadt kurz gehalten und die Wege am Fluss und im Wald gesucht. Anstrengender, und doch erholsamer.

Eine Unterführung des Willens

Endlich. Ein Geburtsfehler der Luitpoldbrücke ist Geschichte, dank des unermüdlichen Engagements der Bürgeraktion Pfersee. Diese paar Meter hätten mal einen Festakt verdient (im Gegensatz zu so manch anderer Straßenmalerei).

Für alle außerhalb Augsburgs: Auf der westlichen Seite der Wertach führt ein wahrlich wunderbarer Weg an der Wertach entlang bis in die Stadt hinein. An der Luitpoldbrücke gab es jedoch auf dieser Seite de facto keine passierbare Unterführung (man konnte, wenn man nur wollte, geduckt und über grobe Steinbrocken hindurcheiern, aber Steinblöcke vor der Unterführung deuteten schon auch an, dass eine Passage nicht empfohlen wurde). Man musste stattdessen auf die Brücke und – da auf dieser Seite auch kein Rad- oder Fußüberweg existiert – entweder über einen weiten Bogen auf der anderen Seite des Flusses die Straße queren oder sich irgendwie (halblegal) im Straßenverkehr einordnen und so auf die andere Seite kommen.

Der weitere Verlauf des Weges ist – gerade zu dieser Jahreszeit – allerdings ein Paradebeispiel dafür, weshalb ich lieber asphaltierte Wege hätte:

Derzeit herrscht bestes, trockenes Wetter, und doch reichen etwas Frühnebel und Tau aus, aus dem Weg eine Matschlandschaft zu erzeugen. Und auch wenn der Weg als „Freizeitroute“ eingestuft ist, so ist er unter Pendlern eben doch eine beliebte Trasse in die Stadt. Lech und Wertach bieten in Augsburg das größte Potenzial für eine PKW-freie Querung der Stadt. Hier in Überlegungen zu investieren, wie man Naherholung und Radachse auf einen Nenner bringen könnte, wäre sicherlich viel Zeit und Geld wert.

Spontan vervollständigen: Mein Arbeitsweg ist …

Der Arbeitsweg ist, was man daraus macht. Und wenn man sich erst von der (PKW-)Pendeldenkweise löst und vom direkten, immer gleichen Weg abweicht, sich alternative Routen sucht, entschleunigt, die Zeit nicht als notwendiges Übel, sondern als Zeit für sich betrachtet, macht es einem Augsburg in vielen Teilen eigentlich verdammt leicht.

Warum und womit sollte ich tauschen wollen?

Ja, ich muss mir schon ein paar Schichten anziehen. Ja, ich brauche ein bisschen länger, bis ich aus dem Haus komme. Ja, ich bin weniger schnell im Büro. Ja, das kann schon anstrengend sein.

Aber ja, ich will gar nicht schneller im Büro sein. Und ja, ich will auch, dass es ein bisschen anstrengend ist. Ja, ich habe das Glück, dass ich sehr frei damit umgehen kann, wann (und wie) ich im Büro erscheine. Nein, es ist natürlich nicht immer so schön.

Aber nur ein solcher Tag macht viele trübe Tage wett. Nur eine halbe Stunde länger draußen macht die Stunden im Büro heller und freundlicher. Nur ein solcher Ausblick rückt einige Prioritäten zurecht. Nein, ich will nicht tauschen. Warum auch, und womit?

Gute Idee

30×30 Maschenroste? Nicht schlecht. Für zukünftige (Rad-)Brückenbauten schlage ich als Fahrbahnbelag desweiteren angespitze Stöcke, Treibsand oder grobes Schmirgelpapier vor.