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Video-Link: https://youtu.be/Va9iMvYH6u8

Einen Poller, bitte

Einen Poller, Augsburg, gib mir nur EINEN Poller, damit diesen elendigen Deppenparkern deutlicher wird, dass ihre Parkplatzfläche endlich ist.

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Video-Link: https://youtu.be/46L6lxK7hyI

Fahrradalltag

Wer ein wenig Fahrradthemen verfolgt, wird in den letzten Tagen über #Fahrradalltag gestolpert sein (wer nicht, das war der Auslöser). Dem Auslöser entsprechend finden sich unter diesem Hashtag seither praktisch alle kleinen und großen Ärgernisse des Radalltags (wie ich sie ja auch sammle und schildere). Das ist gut und wichtig.

So wichtig, wie es mir daher auch ist, zu zeigen, was Fahrradalltag eben auch ist. Sogar vor allem ist – für mich. Dürfte ich meinem Radalltag nur eine Charakteristik zuweisen, es wäre dieses Video. In diesem Video passiert absolut nichts. Danke, Stadtwald, dass du es mir so einfach machen kannst.

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Video-Link: https://youtu.be/03kclgd4UOw

Fahrbahnradeln – oder doch nicht?

Was die Radverkehrsführung angeht haben wir den großen Streit zwischen auf der Fahrbahn und auf separierten Radwegen. Während das eine wichtige Diskussion ist, blüht draußen auf den Straßen munter die Realität vor sich hin, die sich nicht durch entweder-oder auszeichnet, sondern durch weder-noch. Weder separieren wir sinnvoll, noch integrieren wir konsequent.

Die Friedberger Straße stadtauswärts ist ein Beispiel für letzteres. Entlang der Linie 6 wurde im Zuge des nötigen Umbaus eine Radspur auf die Straße gelegt. Ignorieren wir einmal kurz, dass sie heutigen Vorgaben nicht entspricht und zu schmal ist – sie wird just vor der Kreuzung mit der Münchener Straße aufgegeben, um einen Bogen um eine Bushaltestelle zu machen und direkt an der Kreuzung wieder an die Straße zu führen. Womit für den rechtsabbiegenden KfZ-Verkehr die gesamte Phase des Erkennens und Entscheidens vernichtet wird. Der Radverkehr, der zuvor ständig direkt auf der Fahrbahn geführt wurde, wird auf einmal aus dem Blickfeld geleitet, nur um direkt in der Kreuzung wieder aufzutauchen? Wie soll der Blickkontakt aufgebaut werden? Wie soll abgeschätzt werden, ob man noch vor dem Radfahrer abbiegen kann oder man besser wartet? All dies würde geschehen, wenn 30-50 Meter vor der Kreuzung eine ununterbrochene Sichtbeziehung bestünde. Aber nein, man pflanzt die Bushaltestelle so eng vor die Kreuzung, dass für all diese Entscheidungen noch exakt ein halber Meter Raum bleibt.

Ich kann mir schon denken, was man vermeiden wollte: Dass ein- und ausfahrende (Schul-)Busse die Radspur queren müssen. An sich vielleicht auch gar nicht mal dumm. Zwar ist die Radspur wahrscheinlich früh morgens und mittags kurzzeitig von Fahrgästen bevölkert, doch das wären nur begrenzte Behinderungen im Gegensatz zum potenziellen Konflikt Bus versus Radfahrer. Doch warum setzt man dann die Haltestelle nicht weiter von der Kreuzung entfernt, sodass die Radspur nicht ausgerechnet direkt und in einem von keinem Rückspiegel zu erfassenden Winkel in die Kreuzung mündet? Da müssen doch in der Planung irgendwelche Warnsignale angehen? Es macht mich schier irre, wie man so zielsicher den potenziellen Vorteil einer Fahrbahnführung torpedieren kann.

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Video-Link: https://youtu.be/dUlk5YnekRM

Die Riegele-Ausfahrt

Wahrscheinlich ist das Regeln des Verkehrs an einer Ausfahrt nicht Bier (*höhöhö*) der Stadt. Aber vielleicht sollten sich Vertreter der Stadt einmal einen Tag lang an die Riegele-Ausfahrt stellen und zusehen, wie da herumgeturnt wird. Für die nachfolgende Pferseer Unterführung steht vielleicht demnächst eine Tempobegrenzung auf 30 an, was vielleicht helfen mag, mehr RadfahrerInnen vom „Fahrrad frei“-Fußweg auf die Fahrbahn wechseln zu lassen oder zumindest die horrende Ableitung am Tunnelende zu entschärfen. Wobei mich die Anzahl jener, die auf dem ab Tunnelende nicht mehr freigegebenen Fußweg weiter brettern (oder diesen gar in verkehrter Richtung nutzen), zweifeln lässt, ob die PKW-Geschwindigkeit hier der Hauptfaktor ist.

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Video-Link: https://youtu.be/2B-wGZ5TNoM

Auf den Königsplatz

Ich oute mich als Fan des neuen Königsplatzes, aber die Auffahrt von der Hermanstraße aus über die Kaiserhofkreuzung ist wirklich kreuzdämlich, selbst wenn wie im Video nichts los ist (vormittags um Viertel nach 10).

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Video-Link: https://youtu.be/-kYJCE1W7co

Bei „Bompeln für Smombies“ reagiert nicht nur der Germanist leicht irritiert und bei Kosten von 10.000 Euro hebt sich verständlicherweise so manche Augenbraue.

Und dennoch: Leit- oder Warnsysteme nicht weiterzudenken – möglicherweise auch einmal in Sackgassen – wäre fahrlässig. Während unser Kühlschrank versucht, schlauer zu sein als wir, und Telefone, Uhren und was nicht alles voller Sensoren steckt, nur um uns zu sagen, dass wir noch drei Schritte machen sollten um das Achievement „Profi Treppensteiger“ zu erreichen, sollen ausgerechnet Ampeln so bleiben, wie sie immer waren?

Der Verkehr wird dichter, vielleicht auch ungeduldiger, Radverkehr nimmt zu und diversifiziert sich, kurzum: es ist kompliziert. Statt Wahnwesten und Styropormützen könnte ein möglicher Weg eben auch sein, die Aufmerksamkeit des motorisierten Verkehrs zu unterstützen, wie durch das im Video vorgestellte Bike Scout System. Das ist mit 40.000 Euro nochmal wesentlich teurer als unsere Bompeln. Aber das ist ja auch alles erst der Anfang.

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Video-Link: https://youtu.be/gcQuWAavRpU

Zur Nicht-Beachtung von Radspuren

Gefühlt missachtet jeder zweite abbiegende PKW eine Radfurt vollständig, wenn bei Beginn des Abbiegens zwar absehbar ist, dass auf Fußgänger gewartet werden muss, aber noch kein Radfahrer direkt auf Höhe Seitenspiegel steht. Die Beachtung der querenden FußgängerInnen scheint viele AutofahrerInnen dann so auszulasten, dass für die davor liegende Radfurt nichts mehr übrig bleibt. Vielleicht wiegt auch einfach das Räumen des Fahrstreifens (wie hier in der Grottenau) so viel mehr als der Vorrang eines eventuell auftauchenden Radfahrers, ich weiß es nicht. Ich frage mich jedoch schon, ob diese Art der Radführung ganz grundlegend überhaupt funktioniert.

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Video-Link: https://youtu.be/ueQCWRK8HC0

„Lückenlos auf eigenem Radweg befahrbar“ – remember?

Bitte nicht falsch verstehen: Dies soll keine Überdramatisierung sein – ganz im Gegenteil (sonst filme ich das bei mehr Verkehr nochmal). Es ist gerade der graue Alltag, die Nicht-Besonderheit dieser kurzen Szene – die sich in der Summe mit zahllosen solchen Begebenheiten zu einem Mosaik formt, das dokumentiert, wieviel ein 0815-Radweg bzw. ein Radstreifen an Parkplätzen und/oder Bushaltestellen vorbei zu leisten imstande ist: wenig. Noch weniger, wenn man sich davon einen Anreiz für Noch-Nicht-RadlerInnen erhofft.

Die einfache Formel „Ein Radstreifen ist immer noch besser als gar kein Radstreifen“ braucht nicht durch dramatische Einzelfälle widerlegt werden. Die Summe des Alltags erledigt das viel eindrücklicher. Der Bus steht im Weg, auch wenn vorher und nachher kein Streifen auf der Straße ist. Der PKW fährt in die Parklücke, egal ob da ein Radstreifen ist oder nicht. Die FußgängerInnen stehen im Weg, weil weiße Trennlinien zu wenig Platz nicht auf magische Weise vergrößern.

Und nein, die Antwort darauf lautet nicht „Ja aber das geht doch nicht anders“. Natürlich geht das anders. Über eine echte Umverteilung des Platzes. Solange man Fuß- und Radverkehr nur als etwas betrachtet, was man am Rand des motorisierten Verkehrs noch irgendwie organisieren muss, werden wir nicht mehr bekommen als sowas hier. Dass man für eine echte Verbesserung schnell die Komfortzone verlassen muss, in der man durch einfache Markierungen den Platz, der RadfahrerInnen auf der Fahrbahn ohnehin zusteht, sozusagen dauerhaft sichtbar macht, ist klar. Dass es zähe Diskussionen darüber geben wird, wo und wie man umverteilt, auch. Aber nicht, dass es anders nicht geht.

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Video-Link: https://youtu.be/4Z2VpwhvefY

Vom Licht ins Dunkel

Wer hier ein bisschen mitliest weiß vielleicht: Die Strecke durch den Stadtwald liegt mir besonders am Herzen. Sie machte mir den Schritt zum Alltagsfahrer besonders leicht. Sie ist kaum länger als die Strecke an der Haunstetter Straße entlang, dafür unendlich viel schöner und entspannter. Und leider ein wenig holprig. Und: dunkel. Was einem um den Eiskanal herum ganz besonders auffällt, wenn man vom beleuchteten Teil an der Kanustrecke entlang am alten Wasserwerk vorbei in den Wald Richtung Haunstetten abbiegt. Genau mit dem Verschwinden der Straßenbeleuchtung wird auch der Fahrbahnzustand merklich schlechter, als wolle einem die Strecke noch extra eines reinwürgen.

Wäre eine durchgängig beleuchtete Strecke nicht wunderbar? Es böte sich hier durchaus das Potenzial für ein Leuchtturmprojekt in Richtung Fahrradstadt. Wie es Leuchtturmprojekten zu eigen sind, lässt sich trefflich darüber streiten, im Detail wie auch im Großen und Ganzen. Doch der Weg zur Fahrradstadt ist auch einer des Marketing, der starken, wirksamen Bilder und Emotionen. Größter Aufhänger ist derzeit der so genannte Lückenschluss in der Grottenau, der weder inhaltlich noch emotional zu irgendetwas taugt. Aber eine ampelfreie, durchgehend asphaltierte, durchgehend beleuchtete, (fast) nur für Rad- und Fußverkehr konzipierte Nord-Süd-Achse – wie liest sich das? Spickelstraße, Ilsungstraße und Siebenbrunner Straße bilden bereits ein Grundgerüst für eine solche Achse. Hier wäre der logische erste Schritt zu dieser Achse vergleichsweise einfach zu gehen.

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Video-Link: https://youtu.be/7RLqOgAW9wY

Kreuzung Hollandaise

Bas Bergervoet hat dieses Video von Bicycle Dutch mit deutschem Text eingesprochen, womit es hervorragend zum Teilen mit Jedermann taugt. Aus Augsburger Sicht finde ich es doppelt interessant, da die Stadt in der glücklichen (?) Lage ist, demnächst aufgrund der geplanten Straßenbahnlinie 5 durch die Bgm.-Ackermann-Str. selbige mitsamt einiger großer Kreuzungen grundlegend neu gestalten zu müssen. Hier bietet sich die einmalige Möglichkeit, den Radverkehr von Beginn an nach aktuellen Erkenntnissen einzuplanen, statt nur im Nachhinein mit Farbe minimalen Raum zu markieren. Selbst mit einer platzraubenden Straßenbahn und der Notwendigkeit einer vierspurigen PKW-Führung bleibt wohl nirgends in Augsburg so viel Platz zu verteilen wie hier. Aber besonders an den Kreuzungen, die eher Autobahnab- und -auffahrten gleichen, kann nun eine zeitgemäßere Gewichtung der Verkehrsarten vorgenommen werden – sozusagen zum Nulltarif, weil sowieso kein Stein auf dem anderen bleiben wird. Man wird sich voll und ganz auf die Ausnutzung des zur Verfügung stehenden Raums konzentrieren können. Hoffentlich.

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Video-Link: https://youtu.be/b01aTE4KolI

Die Prinzregentenstraße

Durch den Lückenschluss in der Rad-Achse Ost-West können Radler jetzt vom Hauptbahnhof über die Prinzregentenstraße vorbei am Stadttheater bis zum Jakobertor auf einem eigenen Radweg in jeder Richtung fahren.

Das habe nicht ich mir ausgedacht, sondern das Stadtmarketing. Nun kann man über die Ost-West-Achse sagen was man will, sie in Teilen gut finden und in Teilen schlecht, nur eines nicht: dass sie lückenlos auf einem eigenen Radweg befahrbar sei. Denn dazu fehlt in der Prinzregentenstraße einfach ein Stück und eine „Fahrrad frei“-Beschilderung ist kein Ersatz für einen Radweg – nicht nur, wenn gerade auch noch Mülltonnen im Weg stehen.

Der Mischmasch der Ost-West-Achse ist insofern wenigstens für eines gut: Die Stadt könnte am Beispiel dieser Radstrecke viel lernen. Was funktioniert, was nicht? Welche Regelmissachtungen gibt es und warum? Ich hoffe, eine solche Evaluierung findet statt.

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Video-Link: https://youtu.be/lLyGtzoDLpg

Innenstadt, oh Innenstadt.

Vormittags um halb elf zwischen Moritzplatz und Rathausplatz. Keine Frage: Geschäfte wollen beliefert werden. Und das wird, auch wenn man sich zumindest im Einzelfall elegantere Methoden vorstellen könnte, auch stets per Transporter und LKW passieren. Aber noch so spät nach Ladenöffnung? Warum kann das alles nicht früher stattfinden? Weil das Personal dann auch früher anfangen und länger bezahlt werden müsste? Weil Anwohner es vielleicht nicht prickelnd finden, wenn die LKW-Kolonne sie aus dem Schlaf reißt? Aber wie prickelnd finden Anwohner die von den Innenstadthändlern so geliebten Auswärtigen, die von den Innenstadtkampagnen-Wegweisern ins Stadtzentrum gelotst werden und dann auf Anwohner-Parkplätzen stehen? Und wie prickelnd ist das Einkaufserlebnis, wenn man sich vormittags zu Fuß (mit dem Rad sowieso) wie ein Besucher eines Theaterstücks fühlt, der leider viel zu früh eingetroffen ist und nun den Requisiteuren im Weg herum steht?

Kurzum: Wieviel Innenstadtattraktivität ist man bereit, dem Lieferverkehr noch zu opfern?